Nach Dubai-Absage des FCB – So heikel ist die Trainingslager-Situation der Super-League-Clubs
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Nach Dubai-Absage des FCBSo heikel ist die Trainingslager-Situation der Super-League-Clubs

Der FC Basel sagt nach drei positiven Corona-Tests am Abreisetag sein Trainingslager in Dubai ab. Auch bei den anderen Schweizer Clubs ist die Lage teilweise angespannt. Wir zeigen, wohin die Clubs reisen.

von
Lucas Werder
Sven Forster
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Mario Frick leitete am Montag sein erstes Training als Luzern-Trainer.

Mario Frick leitete am Montag sein erstes Training als Luzern-Trainer.

Martin Meienberger/freshfocus
In Basel entschied man sich am Montag kurzfristig, nicht ins Trainingslager nach Dubai zu reisen.

In Basel entschied man sich am Montag kurzfristig, nicht ins Trainingslager nach Dubai zu reisen.

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Vorerst bleibt der FCB also in der Schweiz.

Vorerst bleibt der FCB also in der Schweiz.

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Darum gehts

  • Die Super League startet in die Rückrundenvorbereitung.

  • Die Clubs haben ihre Trainingslager unter anderem in Dubai, Tunesien oder Portugal geplant.

  • Corona könnte den Vorbereitungsplan aber noch ordentlich durcheinanderwirbeln.

FC Zürich (Belek, Türkei, 9. bis 19. Januar)

Für den Wintermeister geht es ins türkische Belek. Das erste Mannschaftstraining findet im neuen Trainingsareal in Schwammendingen aber bereits am 7. Januar statt. Insgesamt gibt es in der Türkei drei Testspiele. Zwei davon sind bereits definiert. Einmal trifft man auf Wuppertal, einen Verein aus der deutschen Regionalliga, und einmal geht es gegen MKS Pogoń Szczecin aus Polen. Übrigens: Die Zürcher starten von allen Teams als Letztes in die Vorbereitung.

Basel (unbekannt)

Eigentlich wollte der FC Basel am Montag nach Dubai abreisen, doch in letzter Sekunde zieht der Club die Reissleine. «Die Trainingslager-Delegation des FCB war bereits am Flughafen in Zürich, als eine weitere Lagebeurteilung und ein Abwägen sämtlicher Umstände zum Entschluss führten, die Reise nach Dubai nicht anzutreten», so die Basler. Schon deutlich früher hatten die beiden designierten Testspielgegner Anderlecht und Zamalek bekannt gegeben, nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen. Ebenfalls sollen mehrere positive Corona-Tests einen Einfluss auf die kurzfristige Absage gehabt haben. Vorerst dürfte sich der FCB in Basel auf die Rückrunde vorbereiten.

Young Boys (Estepona, Spanien, 10. bis 18. Januar)

Der Serienmeister bereitet sich in Spanien auf die Attacke in der Rückrunde vor. Noch vor der Abreise steht am 8. Januar ein Test gegen Thun an, nach der Rückkehr aus Spanien absolvieren die Berner wie so oft in der Vergangenheit gleich zwei Spiele an einem Tag. Am 22. Januar geht es gegen Winterthur und Liga-Rivale Lausanne-Sport. Vor dem Trainingsauftakt in Bern wurden Felix Mambimbi und Cédric Zesiger positiv auf Corona getestet. Den beiden gehe es laut YB den Umständen entsprechend gut. Weil sie keinerlei Kontakt mit ihren Teamkollegen hatten, haben ihre positiven Fälle keine Auswirkungen auf den ordentlichen Trainingsbetrieb. Mambimbi und Zesiger wurden wie alle anderen Spieler und Staffmitglieder der Young Boys bereits im alten Jahr geboostert.

Lugano (Benidorm, 10. bis 19. Januar)

Nach der starken Hinrunde geht es für die Luganesi erstmals am 3. Januar im Tessin weiter. Dort bleiben sie aber nicht. Für eine Woche geht es nach Benidorm in Spanien. Dort warten mit CRF Cluj aus Rumänien und Ferencvaros aus Budapest zwei Topteams der jeweiligen Liga. Nach der Rückkehr in die Schweiz gibt es ausserdem Testspiele gegen Bellinzona und Chiasso.

Servette (Vilamoura, Portugal, 5. bis 15. Januar)

Für das Team von Trainer Alain Geiger geht es am 5. Januar nach Portugal. Genauer gesagt nach Vilamoura. Die Grenats verbringen traditionell ihr Trainingslager an der Algarve. Zehn Tage sind die Westschweizer vor Ort. Drei Testspiele sind angesagt – gegen namhafte Vereine. Vitesse Arnheim, Hadjuk Split und Slavia Prag stehen bereits als Gegner fest.

Grasshoppers (Jerez de la Frontera, Spanien, 13. bis 21. Januar)

Die Grasshoppers starten ihre Vorbereitung auf die Rückrunde im GC-Campus in Niederhasli. Das Trainingslager wird vom 13. bis 21. Januar in Jerez de la Frontera stattfinden. Gegen wen die Hoppers dort spielen, ist noch unklar. Wie der Verein auf Anfrage mitteilt, wartet man gerade noch auf eine Bestätigung der Testspiele. Was macht der Club, wenn ein Lager in Spanien nicht mehr möglich ist? «Wir werden einfach in Zürich bleiben», so der Mediensprecher.

Sion (Marbella, Spanien, 9. bis 18. Januar)

Ebenfalls nach Spanien geht es für den FC Sion. Die Walliser reisen nach Marbella. Gegen wen das Team von Paolo Tramezzani testet, ist noch unklar.

St. Gallen (Algorfa, Spanien, 9. bis 18. Januar)

Vom FC St. Gallen heisst es auf Anfrage: «Das Trainingslager ist vom 9. bis 18. Januar in Algorfa in Spanien geplant.» Man werde aber die Lage im Auge behalten. Testspiele sind derzeit noch nicht fixiert, allerdings wird es Spiele geben gegen Teams, die sich ebenfalls in der Region befinden.

Lausanne (Tabarka, Tunesien, 10. bis 16. Januar)

In Tunesien holt sich Lausanne den letzten Schliff vor dem Start in die Rückrunde. Das Trainingslager ist Teil einer neuen Partnerschaft zwischen dem tunesischen National Tourist Office und dem FC Lausanne-Sport. Vom Club heisst es: «Der Hotel- und Sportkomplex Cigale ist ein grosses Anwesen am Meer, umgeben von einem Pinienwald.» Wenig überraschend geht es am 15. Januar auch gegen ein Topteam aus dem Land. Club Africain Tunis wartet auf die Westschweizer.

Luzern (Marbella, Spanien, 11. bis 18. Januar)

Der Trainingsauftakt beginnt für den FC Luzern gleich mit einem Corona-Hammer. Vier Spieler werden am ersten Trainingstag positiv getestet und befinden sich in Isolation. Nächste Woche will der Tabellenletzte ins Trainingslager nach Marbella reisen. Dort warten mit Puskás Akadémia und dem FC Fehérvár gleich zwei Testspielgegner aus Ungarn. In der Zentralschweiz hätte man aber auch einen Plan B in der Hinterhand. Dieser würde zum Tragen kommen, wenn beispielsweise bei der Rückkehr in die Schweiz eine Quarantäne drohen würde.

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