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So heiss wird das Autojahr 2021

Auch 2021 dürfen wir uns auf viele spannende neue Autos freuen. Der Megatrend heisst zwar Elektrifizierung, viele Newcomer stehen unter Strom. Aber auch Fans klassischer Sportwagen kommen nicht zu kurz. Wir werfen einen Blick auf 10 coole Neuheiten quer durch alle Segmente.

von
Michael Lusk / A&W Verlag
1.1.2021

Audi e-tron GT

Mit «Vorsprung durch Technik» wirbt Audi schon seit Jahrzehnten. 2021 heisst die übersetzt Elektromobilität. Der Audi e-tron GT stellt in Zukunft die sportliche Speerspitze der Marke dar. Zwei E-Motoren, einer vorne, einer hinten, liefern bis 646 PS und einen maximalen Drehmoment von 830 Newtonmetern. In unter 3,5 Sekunden gehts von null auf 100 km/h, die Viertelmeile (402 Meter) schaffte er in 11,9 Sekunden. Erst bei 250 km/h ist Schluss. Trotzdem soll die Reichweite bei über 400 Kilometern liegen.

Audi

Ferrari SF90 Spider

In der Formel 1 liefs der Scuderia dieses Jahr nicht so. Dafür fahren die Italiener mit dem 1000 PS starken SF90 Spider auf die Pole Position bei den Neuheiten 2021. Der Plug-in-Hybridsportler hat einen V8-Turbomotor mit 780 PS und drei Elektromotoren, die eine Systemleistung von 1000 PS ermöglichen. Da sieht die Konkurrenz nur die Rücklichter: 0-100 km/h ist in 2,5 Sek. erreicht, 200 km/h in 7,0 Sek. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Atemberaubend auch der Preis von mindestens 480'000 Franken.

Ferrari

BMW iX

BMW steht nächstes Jahr ebenfalls unter Strom. Mit dem iX und i4 haben die Bayern gleich zwei heisse Eisen im Feuer. Der erste soll mit seinen 500 PS und einem 0-100-Sprint von weniger als 5,0 Sekunden SUV-Fans abholen. Die dürfte nicht nur die Fahrleistungen überzeugen, sondern auch die Reichweite von mehr als 600 Kilometern und die Möglichkeit, in 40 Minuten den Akku wieder zu 80 Prozent zu füllen. Mit dem i4 will BMW Tesla Paroli bieten. Der elektrische 4er hat ebenfalls mindestens 300 PS, spurtet sogar in weniger als 4 Sekunden auf 100 km/h.

BMW

Chevrolet Corvette C8

Die Corvette ist der Sportwagen Amerikas. Seit den Fünfzigern gebaut, folgten die Amis dem Konzept «Motor vorn, Antrieb hinten». Bis jetzt. In der achten Generation bekommt die US-Ikone jetzt einen Mittelmotor, mit dem 6,2-Liter-Smallblock aber wieder ein alter Bekannter. Dieser leistet 495 PS und 637 Newtonmeter. Im Vergleich zur italienischen und deutschen Konkurrenz ist auch der Preis wieder top: Rund 114'000 Franken fürs Coupé resp. 121'000 Franken für die offene Variante.

Chevrolet

Ford Mustang Mach-E

Wem beim Stichwort «Mustang» die Route 66 oder «Eleanor» in den Sinn kommt, muss umdenken. Der Mustang Mach-E ist kein Sportcoupé mit brabbelndem V8, sondern ein Elektro-SUV. Unter der Haube des ersten elektrischen Crossover der Marke steckt ein Elektromotor mit 258 bis 337 PS. Damit schafft der Mustang bei gemütlichem Traben 420 bis 600 Kilometer. Im vollen Galopp geht dafür das Laden an der Schnellladestation, nach 10 Minuten sind fast 120 Kilometer Reichweite gewonnen.

Ford

Maserati MC20

Mit dem MC20 will Maserati wieder zurück in den Motorsport. Die flache Flunder aus Modena hat so gar nichts mehr mit seinem Vorgänger gemeinsam, der zwar super aussah und tönte, aber nicht wirklich sportlich war. Das wird beim MC20 definitiv anders: 630 PS, 1470 Kilo und 8,8 Sekunden von 0 auf 200 km/h sind eine Ansage. Dazu fliesst Formel-1-Technik in den Motorenbau ein.

Maserati

Polestar2

Erstmals wurde mit dem Polestar2 ein Modell «Schweizer Auto des Jahres», das zum Zeitpunkt der Wahl noch gar nicht auf der Strasse war. Die Zahlen allein machen schon Lust auf mehr: 408 PS und 600 Newtonmeter, der Paradesprint von 0 auf 100 ist in 4,7 Sekunden geschafft. Dank Google-Betriebssystem ist auch die Bedienung einfacher als so manches, teuer produzierte Eigensystem der Konkurrenz. Und der Preis? Mit 57'900 Franken mehr als konkurrenzfähig.

Polestar

Tesla Model Y

Wie immer bei Tesla dauert es etwas länger von der Ankündigung bis zur Umsetzung. Aber jetzt kommt das Model Y endlich auch nach Europa. In den USA gibts das Crossover ja schon ein Weilchen. Zum Start gibt’s voraussichtlich zwei Versionen, Allradantrieb durch zwei E-Motoren ist Serie. Die Long-Range-Version ist auf Langstreckentauglichkeit ausgelegt und kommt über 500 Kilometer weit. Eine Performance-Variante legt den Fokus mehr auf Leistung, trotzdem sollen 480 Kilometer mit einer Akkuladung möglich sein.

Tesla

Toyota Mirai

Mit dem Mirai schwimmt Toyota schon in der zweiten Generation gegen den Elektrostrom. Auch die Japaner haben ihre Lehren gezogen und ihrer Wasserstoff-Limousine für Europa ein deutlich gefälligeres Design verpasst. Statt der Vorder- werden in Zukunft die Hinterräder angetrieben. Mit einer Wasserstoff-Ladung soll die Limousine rund 650 Kilometer schaffen.

Toyota

VW ID.4

VW macht Ernst mit seiner Elektrifizierungsstrategie. Der futuristische ID.3 war der Startschuss der Wolfsburger in Sachen Strom, jetzt folgt der deutlich mainstream-tauglichere ID.4. Die First Edition kommt mit einem 204 PS und 310 Nm starken Elektromotor, weitere Varianten folgen. Der Akku fasst 77 kWh. Das ermöglicht eine Reichweite von bis zu 520 Kilometer. Dank Schnellladetechnik soll die First Edition des ID.4 binnen einer halben Stunde wieder neue Energie für 320 Kilometer aufladen können.

Volkswagen

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226 Kommentare
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Illumination

02.01.2021, 23:21

Die im Artikel erwähnten Verbrenner/Plug-in-Hybrid sind allesamt Exoten und nicht massentauglich - bei den Vollstromern Tesla Y und VW ID.4 nicht wirkliche Neuentwicklungen (basieren auf Model 3 bzw. ID.3). BMW iX ist eine Neuentwicklung mit misslungenen Front-/Heckdesign, Audi e-tron GT basiert auf Taycan-Technik, beide preislich "abgehoben", e-tron GT gewinnt bei mir den "Schönheitspreis".. Toyota Mirai gelungene und preislich interessante H2-Weiterentwicklung und Alternative - aber auch nur mit H2-Tankstelle in der Nähe.. Bleiben Polestar 2 und vielversprechender Mustang Mach-E (Bezeichnung "voll daneben") - beide für mich die einzigen ästhetisch und technisch ansprechenden Vollstromer-Neuentwicklungen - Mustang ab CHF 49`650 mit 75,7 kWh-Akku/Heckantrieb evtl. sogar "massentauglich (98,8 kWh Akku-/Allrad-Optionen) - aber hoffentlich mit besserer Verarbeitung und Materialanmutung als Konkurrent Tesla Y (die in den USA bereits wieder für Unmut sorgt)..

E-Guru

02.01.2021, 22:22

Exklusiv Info an Bürger + Illumination: Der US-Elektroautobauer Tesla hat im letzten Quartal des Jahres so viele Autos ausgeliefert wie noch nie. Mit einem Absatz von 180 570 Autos wurde der bisherige Rekordwert von knapp 140 000 aus dem dritten Quartal noch mal deutlich übertroffen. Auf Jahressicht konnte Tesla den Absatz um 36 Prozent auf 499 550 Autos steigern und damit das selbst gesteckte Ziel von einer halben Million ausgelieferter Fahrzeuge so gut wie erfüllen. Tesla hat in diesem Jahr die Produktion des etwas billigeren Modells 3 hochgefahren und konnte daher die Zahl der Auslieferungen deutlich steigern.

Optimystiker

02.01.2021, 22:11

Wieso Panik? Im Vergleich zum Benzin und Diesel wird bei Elektro ein viel höherer Grad der Wertschöpfung in der Schweiz erzielt! Der In der CH wird der Strom zu ca. 70% durch umweltfreundliche Erzeugung (Wasserkraft...) gewonnen! Erfreulicher Nebeneffekt: Die Luft bleibt sauber, was auch der Gesundheit aller Lebewesen zugute kommt. Die Krankheitskosten sinken! Alles sehr positiv!