Planet im Perihelion: So hell wie jetzt wirst du Jupiter nie mehr am Nachthimmel sehen

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Planet im PerihelionSo hell wie jetzt wirst du Jupiter nie mehr am Nachthimmel sehen

Der grösste Planet unseres Sonnensystems leuchtet derzeit so hell wie seit fast 60 Jahren nicht mehr: Der Jupiter ist derzeit der Erde so nah wie seit 1963 nicht mehr und zudem in der sonnennächsten Phase seines zwölf Jahre dauernden Orbits.

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Neben dem Mond ist der Jupiter das hellste Objekt am Nachthimmel.

Neben dem Mond ist der Jupiter das hellste Objekt am Nachthimmel.

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Hier leuchtet er neben dem Saturn am Nachthimmel über dem Moab Arches National Park im US-Bundesstaat Utah.

Hier leuchtet er neben dem Saturn am Nachthimmel über dem Moab Arches National Park im US-Bundesstaat Utah.

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Eine Aufnahme des James Webb Space Telescope der Nasa zeigt dank Infrarot-Filtern die extremen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten.

Eine Aufnahme des James Webb Space Telescope der Nasa zeigt dank Infrarot-Filtern die extremen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten.

IMAGO/UPI Photo

Darum gehts

Der Jupiter ist – gemessen an unserer Welt– ein riesenhaftes Objekt: Der Gasplanet hat doppelt so viel Masse wie alle anderen Planeten unseres Sonnensystems zusammen, sein Durchmesser ist mit 143’000 Kilometern elfmal grösser als der der Erde. Zu Deutsch: In seinem Inneren würden insgesamt 1000 Erden Platz finden. Er ist nach dem Mond das hellste Objekt am Nachthimmel und strahlt ein intensives weisses Licht ab, welches am Firmament das ganze Jahr über mit blossem Auge erkennbar ist.

Interessieren dich die Sterne am Himmel?

Derzeit ist der Jupiter am Nachthimmel sogar noch besser zu sehen als sonst schon. Seit einigen Wochen geht er früher auf als sonst und wird stetig heller. Am Montag, dem 26. September, wird er die sogenannte Opposition erreichen, also den Punkt, an dem die Erde genau zwischen Jupiter und der Sonne steht. Dies geschieht nur alle 13 Monate. Zudem nähert sich der Riesenplanet derzeit dem Perihelion, demjenigen Punkt seiner zwölf Jahre dauernden Umlaufbahn um die Sonne, die dieser am nächsten liegt. Auch der Erde ist er bei der Opposition mit «bloss» 591,2 Millionen Kilometern so nah wie zuletzt 1963, erst 2139 wird er wieder so nahe kommen.

So scheint er derzeit so hell am Himmel wie kaum je sonst. Er erscheint derzeit elf Prozent grösser und mehr als anderthalbmal heller als er im April 2017 in seinem Aphelion war, also dem sonnenfernsten Punkt seiner Umlaufbahn, wie Space.com berichtet. Dann wird auch der rote Punkt auf dem Jupiter – ein Wirbelsturm, der so gross ist wie die Erde – mit einem Fernrohr deutlich sichtbar sein, ebenso wie die vier grossen Jupitermonde Europa, Ganymed, Callisto und Io. Zudem soll auch eine rautenförmige Konstellation von vier Sternen oberhalb des Jupiters zu sehen sein, die als das «Grosse Pegasus-Quadrat» bekannt ist. 

(trx)

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