Achtung Spoiler: So ist der letzte «Hangover»
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Achtung SpoilerSo ist der letzte «Hangover»

Kaltblütige Morde und wilde Verfolgungsjagden - der Abschluss der «Hangover»-Trilogie ist mehr Actionfilm als Komödie. Bachelorparty gibt es keine - dafür eine Hochzeit.

von
cat

Der Trailer zu «The Hangover III».

Am Wochenende lief der letzte Teil der «Hangover»-Reihe in den amerikanischen Kinos an. An Donnerstag ist es in der Schweiz soweit - und 20 Minuten hat den Streifen schon gesehen. Wer sich die Überraschung für den Kinosessel aufsparen will, soll jetzt lieber nicht weiterlesen. Spoiler-Alert!

Story: Zum ersten Mal in der Geschichte der Trilogie wird kein Junggesellenabschied gefeiert. Stattdessen holt die Jungs ihre Vegas-Vergangenheit ein. Trotzdem fällt der Film bald in seine alte Formel zurück. Doug (Justin Bartha), der bereits in Teil eins verloren ging, musste wieder dran glauben. Er wird von den Gangstern als Pfand einbehalten - und wäre einen Kopf kürzer, falls die drei Freunde nicht abliefern, was verlangt wird.

Genre: «Hangover III» will mehr ein Actionfilm als eine Komödie sein. Waren die Probleme der Freunde in Teil eins noch eher harmlos (Tiger im Badezimmer, ein Zahn weniger und ein Bräutigam, der rechtzeitig am Altar stehen muss), geht es im Abschluss der Filmreihe tatsächlich um Leben und Tod. Phil und Co. liefern sich wilde Verfolgungsjagden mit ihren Gegenspielern, und ganze dreimal werden Leute vor ihren Augen kaltblütig hingerichtet. Dazu kommen noch ein paar tierische Todesfälle.

Humor: Als Phil (Bradley Cooper), Alan (Zach Galifianakis)und Stuart (Ed Helms) 2009 nach Las Vegas auszogen, um die legendärste Bachelorparty der Filmgeschichte zu feiern, kam das Publikum vor lauter Gags kaum zum Verschnaufen. Nachdem Regisseur Todd Phillips den Drehbuchautoren Jon Lucas und Scott Moore nach Teil eins des Megahits den Laufpass gab, gingen auch Witz und vor allem Charme der Komödie flöten. Für ein paar Lacher zwischendurch hat es trotzdem gereicht. Unvergessliche Momente sind leider Fehlanzeige.

Charaktere: Teil drei ist eindeutig die Geschichte vom liebenswerten Aussenseiter und Problembär Alan (Zach Galifianakis). Durch ihn kommen die Jungs einmal mehr in Schwierigkeiten, aber er macht die grösste Wandlung im Laufe des Films durch. Phil (Bradley Cooper) besticht immer noch durch seine sexy Coolness, und Stuart (Ed Helms) bleibt die Stimme der Vernunft. Eine der wichtigsten Figuren im dritten Teil ist aber der schrille Chinese Leslie Chow (Ken Jeong). Er ist praktisch von Anfang bis Ende präsent. Was als Nebenfigur aushaltbar war, nervt über 90 Minuten aber gewaltig. Wer Chow schon in den ersten beiden Teilen nicht mochte, sollte sich das Kinoticket lieber sparen.

Gaststars: In Teil eins machten unvergessen Mike Tyson und sein Tiger ihre Aufwartung. In Teil zwei sollte eigentlich Mel Gibson einen Tattoo-Artist mimen, doch Regisseur Philipps wollte nicht mit dem umstrittenen Star arbeiten. Danach übernahm Liam Neeson die Gastrolle, musste dann aber wieder herausgeschnitten werden, da er nicht für Nachdrehs zur Verfügung stand. Danach sprang Regisseur Nick Cassavetes ein. Bei Teil drei hatten die Macher mehr Glück. «Bridesmaids»-Star Melissa McCarthy, eine der beliebstesten US-Comedians im Moment, schlüpft in die Rolle einer Pfandleiherin, in die sich Alan schockverliebt. Ihre gemeinsame Szene, die ziemlich anzüglich von einem Lollipop Gebrauch macht, ist auch eines der Highlights des Films.

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