Rätsel gelöst: So kam der USB-Stick in den Seeleoparden-Kot
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Rätsel gelöstSo kam der USB-Stick in den Seeleoparden-Kot

Die Geschichte eines USB-Sticks ging um die Welt. Forscher fanden das Speichermedium im Kot eines Seeleoparden. Nun ist klar, wieso.

von
tob

Diese Bilder haben Forscher auf einem USB-Stick gefunden, den sie im Tierkot entdeckt hatten. (Video: Niwa)

Ein Fundstück im Kot von Seeleoparden in Neuseeland hat Forscher vor ein Rätsel gestellt. Die Tiermediziner fanden in einem Häufchen des Säugetiers ein USB-Speichermedium.

Das Ereignis sorgte weltweit für Schlagzeilen, auch 20 Minuten berichtete darüber. Die Wissenschaftler fanden Fotos und Videos auf dem Stick. Via Twitter suchten sie den Besitzer.

Am Strand verloren

Doch wie kam der Stick überhaupt in den Tierkot? Die Story, die dahintersteckt, ist vielleicht trivialer, als zuerst vermutet wurde. «Ich habe den USB-Stick wohl am Strand fallen gelassen, und dort ist er dann in dem Häufchen gelandet», erklärt Amanda Nally in einer neuseeländischen TV-Show. Ihr gehört der bis vor kurzem noch als mysteriös bezeichnete Stick.

Sie sei sehr oft am Strand unterwegs, weil sie da freiwillige Arbeit leiste und von den Tieren begeistert sei. Sie habe nicht bemerkt, dass der USB-Stick plötzlich weg war, da sie die Aufnahmen darauf auch noch an anderen Orten gesichert hatte, erklärt Nally weiter.

Strand, Luft, Wasser und Kot

Die Wissenschaftler gehen jedoch von einer anderen Geschichte aus. «Als die Tierärztin die Probe sammelte, war kein Stick sichtbar», erklärt Krista Hupman, Biologin am National Institute of Water and Atmospheric Research (Niwa) gegenüber der Tech-Website Pcmag.com. Die Probe befand sich seit Ende 2017 bei Niwa. Über ein Jahr lang war sie tiefgefroren. Und: Auch als die Probe aus dem Gefrierschrank genommen und dann verarbeitet wurde, war zunächst kein USB-Stick sichtbar, so Hupman.

Frau schwimmt mit Killerwalen

Im Norden Neuseelands machte eine Frau eine aussergewöhnliche Begegnung mit drei Orcas. (Video: Dylan Brayshaw via Storyful)

Erst später habe man das Speichermedium, das in Vogelfedern und Fischknochen eingebettet war, entdeckt. Laut Hupman wäre es durchaus möglich, dass erst ein Vogel den Stick frass und dieser dann vom Seeleoparden verspeist wurde. Auf die Frage, wie so ein Häufchen des Meeresbewohners aussehe, hat das Niwa ebenfalls eine Antwort: «Seeleoparden-Kot kann in Grösse, Farbe und Form variieren, sieht aber oft ähnlich aus wie ein grosses Häufchen von einem Hund.»

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