Astronomie: So kamen die Ringe zum Saturn

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AstronomieSo kamen die Ringe zum Saturn

US-Foscher haben eine neue Theorie, weshalb der Saturn Ringe aufweist: Die Ringe seien Überreste eines abgestürzten Mondes.

Die Ringe des Saturns bestehen überwiegend aus zentimeterkleinen Brocken, die scheibenförmig um den Gasriesen kreisen.

Die Ringe des Saturns bestehen überwiegend aus zentimeterkleinen Brocken, die scheibenförmig um den Gasriesen kreisen.

Die Ringe des Saturn sind Überreste eines abgestürzten gewaltigen Mondes. Dies vermuten US-Forscher im Magazin «Nature». Die Ringe des Saturns bestehen überwiegend aus zentimeterkleinen Brocken, die scheibenförmig um den Gasriesen kreisen.

Bislang nahmen Forscher an, dass die Ringe entstanden, als ein kleiner Saturnmond mit einem Kometen kollidierte. «Jenes Szenario hätte aber wohl zu einer Mischung aus Fels und Eis geführt, und nicht zu dem eisreichen Material, wie wir es heute sehen», sagt der Hauptautor der neuen Studie, Robert Canup vom Southwest Research Institute in Boulder.

Er vertritt eine andere Theorie: Während Jupiter von vier gewaltigen Monden umkreist wird, hat sein Nachbar Saturn mit dem riesigen Satelliten Titan nur einen vergleichbaren Begleiter. Canup vermutet, dass auch Saturn früher weitere grosse Monde hatte, die im Lauf der Zeit auf dem Planeten einschlugen.

Eisschichten abgelöst

Als der letzte dieser grossen Satelliten sich dem Saturn näherte, lösten die zunehmenden Gezeitenkräfte die äussere Eisschichten ab, während der Felskern auf den Planeten prallte. Die Eisringe seien anfangs schmäler gewesen, aber durch Kollisionen in die Breite gezogen worden, schreiben Canup und seine Kollegen.

Das äussere Eis splitterte demnach zu den inneren Saturnmonden ab, die vermutlich ebenfalls viel Wasser enthalten. «Das neue Modell schlägt vor, dass die Ringe sich durch die gleichen Ereignisse bildeten, die Titan als einzigen grossen Begleiter des Saturn hinterliessen», erläutert Canup.

Klarheit bringen soll die laufende Cassini-Mission. Die Raumsonde soll die Masse der Ringe genau messen und den exakten Eisanteil bestimmen. Dies soll Aufschluss geben über das Alter und den Ursprung der Ringe, die einen Durchmesser von bis zu einer Million Kilometern haben. (sda)

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