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Teure Krankenkasse Mit diesen Tipps kannst du jetzt Prämien sparen

Kasse wechseln, Franchise erhöhen, Flex-Produkte wählen: Mit diesen Tipps zahlen Versicherte deutlich weniger als der Durchschnitt, profitieren im Krankheitsfall aber trotzdem von gutem Service.

von
Fabian Pöschl
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2023 steigen die Krankenkassenprämien stark. Doch mit einigen Tipps kannst du trotzdem Geld sparen.

2023 steigen die Krankenkassenprämien stark. Doch mit einigen Tipps kannst du trotzdem Geld sparen.

20min/Marvin Ancian
Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly sagt, wies geht:

Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly sagt, wies geht:

20min/Taddeo Cerletti
Ein Wechsel zur günstigeren Kasse bedeutet keinen Unterschied bei der Versichungsdeckung, allerdings kann sich die Servicequalität unterscheiden.

Ein Wechsel zur günstigeren Kasse bedeutet keinen Unterschied bei der Versichungsdeckung, allerdings kann sich die Servicequalität unterscheiden.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

Bundesrat Alain Berset hat eine Erhöhung der Krankenkassenprämien um 6,6 Prozent für 2023 angekündigt. Konsumentinnen und Konsumenten können die Höhe der Prämie aber individuell beeinflussen – so bezahlen sie deutlich weniger als der Durchschnitt, profitieren im Krankheitsfall aber trotzdem von gutem Service.

Aber Achtung: In der Regel muss man sich bis Ende November darum gekümmert haben. Es lohnt sich also, sich früh damit zu befassen.

Mit diesen Tipps von Comparis-Gesundheitsexperte Felix Schneuwly sparst du 2023 bei der Prämie:

Kasse wechseln

Die medizinischen Leistungen in der Grundversicherung sind überall gleich. Ein Wechsel zur günstigeren Kasse bedeutet also keinen Unterschied bei der Versichungsdeckung, allerdings kann sich die Servicequalität unterscheiden. Der Prämienrechner Priminfo des Bundes oder Rechner von Drittanbietern wie Comparis helfen beim Vergleich der Krankenkassen. Ein Grundversicherungswechsel ist noch bis 30. November möglich, es zählt aber nicht der Post-Stempel, das Schreiben muss an diesem Tag beim Versicherer eintreffen.

Franchise erhöhen

Bei weniger als 2000 Franken jährlichen Kosten für medizinische Leistungen lohnt sich die Höchstfranchise, also Selbstkostenbeteiligung, von 2500 Franken, darüber die Mindestfranchise von 300 Franken. Franchisestufen dazwischen lohnen sich nicht, weil die Prämienrabatte im Vergleich zum zusätzlichen finanziellen Risiko zu gering sind.

Arztwahl einschränken

Wer statt des Standardmodells ein alternatives Versicherungsmodell wählt, verzichtet auf die freie Wahl der medizinischen Leistungserbringer. Beim günstigsten Telmed-Modell sind etwa Callcenter oder Apotheken mit telemedizinischer Konsultation die ersten Anlaufstellen, die dann Versicherte bei Bedarf an einen Facharzt oder an ein Spital überweisen. Zusammen mit der höchsten Franchise lassen sich so bis zu 50 Prozent Prämien sparen.

Kinder beim selben Anbieter versichern

Bei mehreren Kindern beim gleichen Versicherer gibt es Rabatte. Bei den Zusatzversicherungen gibt es zudem Rabatte für die ganze Familie.

Unfalldeckung ausschliessen

Wer mehr als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber angestellt ist, hat die Unfallkosten bereits durch den Arbeitgeber gedeckt und kann die Unfalldeckung deshalb bei der Krankenkasse streichen. Pensionierte brauchen aber eine Unfalldeckung. Wer ausserdem länger als 30 Tage eine Auszeit nimmt, muss beim Arbeitgeber nach einer sogenannten Abredeversicherung fragen.

Wechselst du jetzt die Krankenkasse?

Versicherungsprämie jährlich zahlen

Diverse Versicherer bieten ein Skonto, also einen Preisnachlass, für Versicherte, die Prämien statt monatlich vorzeitig einmal oder zweimal im Jahr bezahlen. Der Rabatt kann bis zu zwei Prozent betragen. Bei verspäteten Zahlungen verlangen übrigens alle Kassen Mahngebühren, in der Regel aber erst nach der zweiten Mahnung.

Prämienverbilligung verlangen

Versicherte mit tiefem Lohn können eine individuelle Prämienverbilligung verlangen. Der Anspruch und die Höhe sind je nach Kanton unterschiedlich geregelt. Rund 2,2 Millionen Menschen in der Schweiz profitieren von dem Rabatt.

Flex-Produkte bei der Zusatzversicherung wählen

Bei teuren Spitalzusatzversicherungen lohnt sich ein Flex-Produkt. Bei diesem zahlen Versicherte tiefere Prämien und verpflichten sich dafür zu einer Beteiligung an Upgrade-Kosten beim Spitalaufenthalt in der halbprivaten oder privaten Abteilung. Viele Versicherer bieten ausserdem Firmen-, Verbände-, Vereins- oder Gemeinderabatte für Krankenzusatzversicherungen. 

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