Zukunftsrat: Welches Thema willst du in die Politik tragen? Hier kannst du mitbestimmen

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Zukunftsrat Welches Thema willst du in die Politik tragen? Hier kannst du mitbestimmen

Was fordert die Jugend von der Politik? Wessen Stimme wird zu wenig gehört? Das will der Zukunftsrat herausfinden – und Druck auf Bern machen. Reiche jetzt dein Anliegen ein.

von
Daniel Graf
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Die Anliegen von in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren sind gesucht. 

Die Anliegen von in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren sind gesucht. 

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Bis am 9. Februar können alle in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen ihre politischen Anliegen einbringen. 

Bis am 9. Februar können alle in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen ihre politischen Anliegen einbringen. 

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Danach soll ein Zukunftsrat aus 80 Jugendlichen gebildet werden. 

Danach soll ein Zukunftsrat aus 80 Jugendlichen gebildet werden. 

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Darum gehts

  • Ein repräsentativer Zukunftsrat aus 80 Jugendlichen soll Einfluss auf die Politik in Bern nehmen. 

  • Dazu sind nun die Ideen aller in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen gesucht: Wo drückt der Schuh, welchem Thema soll sich die Politik in Bern annehmen? 

  • Teilnehmen könnten alle Jugendlichen von 16 bis 24 Jahren, unabhängig davon, ob sie in der Schweiz stimmberechtigt sind. 

  • Nimm jetzt am «Open Call» teil! 

2023 steht politisch ganz im Zeichen der Gesamterneuerungswahlen. Im Herbst wählt die Schweiz ein neues Parlament – und stellt damit politisch die Weichen für die nächsten vier Jahre. «Junge Menschen müssen am längsten mit diesen politischen Entscheidungen leben. Doch ausgerechnet sie sind in der Politik klar unterrepräsentiert», sagt Che Wagner, Co-Leiter des Projekts Zukunftsrat U24 (siehe unten).

Der Zukunftsrat U24 wird genau deshalb ins Leben gerufen: Er soll einen Ausgleich schaffen, indem er jungen Menschen in der Schweiz eine starke politische Stimme gibt. Das Ziel: Rund 80 repräsentativ ausgeloste Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich für drei Wochenenden zum Austausch über ein zukunftsrelevantes Thema. Ihre Empfehlungen tragen sie im Herbst in die Politik und nehmen so Einfluss auf die Zukunft der Schweiz.

«Wollen Jugendliche politisch befähigen»

Das Besondere am Zukunftsrat U24: «Wir wollen nicht nur die Jugendlichen erreichen, die so oder so schon politisch aktiv sind. Jeder und jede hat Themen, die sie oder ihn beschäftigen, und die in der Politik Beachtung finden sollten. Mit dem Zukunftsrat wollen wir auch die Jugendlichen politisch befähigen, die sich bislang kaum eingebracht haben», sagt die 23-jährige Lara Oliveira König, die das Projekt zusammen mit Che Wagner leitet.

Doch was beschäftigt die in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen? Hier kommst Du ins Spiel: Die Organisatoren rufen alle Jugendlichen von 16 bis 24 Jahren auf, beim «Open Call» des Zukunftsrats bis am 9. Februar für sie relevante Zukunftsfragen einzureichen.

Welches Thema willst du in die Politik tragen? Mach mit beim Open Call unter diesem Link. Weitere Informationen: www.zukunfts-rat.ch

«Alle sollen mitbestimmen können»

Eine Themen–Kommission bestehend aus Jugendorganisationen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik wird die eingegangenen Themen im Anschluss prüfen und daraus fünf Themen zur Auswahl stellen. Das letzte Wort hat dann wieder die Jugend: «Im letzten Schritt werden 20’000 Jugendliche repräsentativ ausgelost, die dann abstimmen und das Thema küren können, an dem vertieft gearbeitet werden soll», erklärt Che Wagner.

Das Auswahlverfahren stellt sicher, dass die 20’000 Jugendlichen einen annähernd repräsentativen Querschnitt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz darstellen. «Wir wollen etwa auch Jugendlichen eine Stimme geben, die keinen Schweizer Pass haben und deshalb gar nicht abstimmen können», sagt Wagner. So sollen in einem weiteren Schritt auch die 80 Mitglieder ausgewählt werden. «Das erlaubt es uns, die Lebenswelten und Erfahrungen möglichst aller Jugendlichen in der Schweiz in die Wahl des Themas einfliessen zu lassen.»

Sind Rat und Thema bestimmt, treffen sich die rund 80 Jugendlichen an drei Wochenenden im September, um Empfehlungen oder konkrete Forderungen auszuarbeiten. Diese werden dann der Politik übergeben. «Ob das in Form konkreter Handlungsempfehlungen oder eher offen formuliert sein wird, wird sich im Prozess zeigen. Wir rechnen aber damit, dass das neu gewählte Parlament die Anliegen der Jugend ernst nimmt und in die Legislatur der nächsten vier Jahre einfliessen lässt», sagt Wagner.

Steckt hinter deinem Anliegen eine Geschichte? Bist du über ein besonderes Erlebnis politisiert worden und möchtest davon erzählen? Dann melde dich im Formular unten oder per E-Mail an redaktion@20minuten.ch

Der Zukunftsrat 

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) und die Schweizerische UNESCO-Kommission (SUK) lancieren gemeinsam mit Partnerorganisationen den ersten per Losverfahren zusammengestellten Bürgerinnen- und Bürgerrat für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren. Unter dem Namen «Zukunftsrat U24» verschafft das neue Format jungen Menschen in der Schweiz eine neuartige politische Stimme. Heute startet der öffentliche Aufruf mit dem «Open Call» für die Themensuche, die Teilnehmenden werden im Frühling 2023 per Losverfahren ausgewählt. Der Zukunftsrat U24 tagt ab September 2023 mit dem gewählten Thema.

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