Aktualisiert 18.03.2020 17:06

Tipps

So kaufst du trotz Coronavirus klug ein

Wie vermeide ich während der Corona-Epidemie unnötige Gänge in den Supermarkt? Ein Food-Coach zeigt, wie man richtig einkauft – und isst.

von
B. Zanni
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Food-Coach Yvonne Engelhard erklärt, wie man effizient einkauft – und vernünftig isst.

Food-Coach Yvonne Engelhard erklärt, wie man effizient einkauft – und vernünftig isst.

Keystone/Martin Ruetschi
Spontan ins Regal greifen ergibt keinen Sinn. «Ein Einkaufszettel ist das A und O», sagt Engelhard.

Spontan ins Regal greifen ergibt keinen Sinn. «Ein Einkaufszettel ist das A und O», sagt Engelhard.

Keystone/Gaetan Bally
Yvonne Engelhard empfiehlt Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Mehl, Couscous, Amarant, Quinoa, Bulgur und Nüsse. Dazu kann man lange haltbares Gemüse wie Zucchini, Fenchel und Tomaten kaufen.

Yvonne Engelhard empfiehlt Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Mehl, Couscous, Amarant, Quinoa, Bulgur und Nüsse. Dazu kann man lange haltbares Gemüse wie Zucchini, Fenchel und Tomaten kaufen.

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Mit dem am Montag ausgerufenen Lockdown versucht der Bund, das Coronavirus in den Griff zu bekommen. Geöffnet bleiben Lebensmittelläden, da sie die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Manche Menschen sehen den Supermarkt als grösste Ansteckungsgefahr und wagen sich deshalb kaum mehr in einen Laden. Andere drohen zu Hause in ihren Hamsterkäufen zu versinken. Food-Coach Yvonne Engelhard erklärt, wie man effizient einkauft – und vernünftig isst.

Einkaufszettel

Spontan ins Regal greifen macht keinen Sinn. «Ein Einkaufszettel ist das A und O», sagt Engelhard. Jetzt sei wichtig, eine sogenannte Einkaufshygiene zu zelebrieren und sich die Frage zu stellen: «Was brauche ich wirklich? Was ist lange haltbar? Und worauf kann ich verzichten?» So kann man die Supermarktbesuche deutlich reduzieren.

Lange Haltbares

Von Vorteil ist es, sich beim Einkauf auf lange haltbare Lebensmittel zu konzentrieren, ohne diese zu hamstern. Babette Sigg Frank, Präsidentin des Schweizerischen Konsumentenforums, versichert: «Wenn etwas sichergestellt ist, dann ist es unsere Versorgung.» Yvonne Engelhard empfiehlt Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Mehl, Couscous, Amarant, Quinoa, Bulgur und Nüsse. Dazu kann man lange haltbares Gemüse wie Zucchini, Fenchel und Tomaten kaufen. Auch Fertigteige haben ein langes Haltbarkeitsdatum. «Mit diesen Lebensmitteln reduziert man die Aufenthalte in Supermärkten.»

Platz überprüfen

Vor dem Einkaufen sollte man nachsehen, ob Kühlschrank, Schränke und Tiefkühltruhen genug Platz bieten. Fleisch muss eingefroren werden, um davon möglichst lange zehren zu können. Engelhard: «Es gilt Packungsgrössen zu beachten. Es soll ja nicht so weit kommen, dass man Lebensmittel entsorgen muss, um im Kühlschrank anderen Produkten Platz zu machen.»

Hausgemachtes

Viele Gänge in den Supermarkt ersparen selber hergestellte Lebensmittel. «Jetzt haben wir doch alle Zeit der Welt, unser eigenes Brot und unseren eigenen Kuchen zu backen», sagt Engelhard. Auch Konfitüre und Apfelmus kann man mit frischen Früchten selber herstellen und lange aufbewahren. Frisches Gemüse eignet sich für das Zubereiten von Suppen, die sich ebenfalls zu langer Haltbarkeit einfrieren lassen. Hobbyköche bleiben auch zu Hause, wenn die Pastasauce ausgegangen ist. «Aus Kräutern wie Koriander und Basilikum kann man wunderbare Pestos machen», so der Food-Coach. «Dazu noch etwas Zitrone und Olivenöl drauf und fertig.»

Weniger essen

Zurzeit sitzen so viele Menschen wie noch nie zu Hause. Doch Homeoffice und Freizeit in den eigenen vier Wänden können dick machen. «Jetzt ist weniger essen angesagt», sagt Engelhard. Je weniger man sich bewege, desto weniger Nahrung brauche der Körper. «Wenn man den ganzen Tag sitzt, brauchen Erwachsene maximal zwei Mahlzeiten.» Engelhard sieht die Corona-Krise als Chance, sich bewusst gesund zu ernähren. Besonders gut überlegen sollte man sich im Laden den Griff zu Schokolade und Chips. «Sind Schokolade und Chips einmal im Schrank, werden diese auch gegessen, ob man Hunger hat oder nicht.»

Essen für gute Laune

Notstand, täglich mehr Infizierte und mehr Todesfälle: Die derzeitige Situation kann aufs Gemüt schlagen. Der Food-Coach rät deshalb: «Wichtig ist, Nahrungsmittel zu Hause zu haben, die gute Laune machen.» Stimmungsaufhellend wirken Nüsse, schwarze Schokolade mit mindestens 75 Prozent Kakaoanteil, Randen und Süsskartoffeln. Spargeln haben zurzeit Saison und sind gesund für das Nervenkostüm.

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