Aktualisiert

ZürichSo kennen die Pendler den HB noch nicht

350 000 Leute strömen tagtäglich durch den Zürcher HB – aber die wahren Geheimnisse des Hauptbahnhofs blieben den meisten Pendlern verborgen. Bis jetzt.

von
Raffaela Moresi
Der Engel von Niki de Saint Phalle wird abgestaubt. (Bild: Daniel Auf der Mauer)

Der Engel von Niki de Saint Phalle wird abgestaubt. (Bild: Daniel Auf der Mauer)

«Ich bin auch ein U-Boot»: So liesse sich der Tiefbahnhof Museumstrasse bewerben. Denn was wohl kaum ein Pendler weiss: Die Gleise 21 bis 24 liegen nicht bloss unter der Sihl, sondern auch zehn Meter unter dem Grundwasserspiegel. 600 Betonanker sind notwendig, damit das gigantische Bahnhof-Schiff nicht auftaucht. Diese und zig weitere Kuriositäten rund um den HB verrät eine 24-Stunden-Reportage im neuen «NZZ Folio», das heute erscheint.

Der Hauptbahnhof ist demnach nicht nur Umsteigeort, Shoppingparadies und Gastromeile – sondern zum Beispiel auch Naturoase: Nirgends im Mittelland leben so viele Mauereidechsen wie zwischen den Gleisen. Aussergewöhnliche Jobprofile haben auch einige der 3000 Menschen, die im HB arbeiten. So braucht der Streckenläufer, der Gleisschäden inspiziert, ganze 2,5 Tage, bis er sämtliche Schienen abmarschiert hat. Und der Hauswart sollte schwindelfrei sein: Alle zwei Monate staubt er in 13 Metern Höhe das Wahrzeichen des Bahnhofs ab, den tonnenschweren Engel von Niki de Saint Phalle.

www.nzzfolio.ch

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.