19.03.2016 10:52

Methoden im CheckSo klappt es wirklich mit dem Rauchstopp

Von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören oder den Zigi-Konsum langsam reduzieren? Der Vergleich der Methoden kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

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Mit dem Rauchstopp ist das so eine Sache: Während die einen darauf schwören, den Zigarettenkonsum nach und nach zu reduzieren, setzen die anderen auf einen radikalen Cut. Welche Methode zielführender ist, haben Forscher der Oxford University untersucht. Ihr Rat: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, wie sie im Fachmagazin «Annals of Internal Medicine» berichten.

Das Team um Nicola Lindson-Hawley hat für die Studie 697 aufhörwillige Raucher in zwei Gruppen aufgeteilt: Die einen stoppten von heute auf morgen, die anderen schraubten ihren Konsum nach und nach runter. Alle Probanden bekamen fachliche Beratung und durften auf Nikotinpflaster und -kaugummis zurückgreifen.

Stark sein zahlt sich aus

Um das Durchhalten der Teilnehmer zu überprüfen, befragten die Forscher sie regelmässig nach ihrem Wohlergehen und Erfolg. Zudem massen sie den Kohlenmonoxid-Gehalt in der Atemluft – um die Aussagen der Probanden auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Anschliessend verglichen sie die erhobenen Daten.

Wenn Kleine paffen wie die Grossen

Das Ergebnis ist aufschlussreich: Nach vier Wochen waren 49 Prozent der Teilnehmer rauchfrei, die abrupt aufgehört hatten. Bei den anderen waren es 39 Prozent – ein kleiner, wenn auch messbarer Unterschied, der auch nach einem halben Jahr noch bestand, wie die Hochschule mitteilt.

Wer sich also wirklich vorgenommen hat, das Laster aufzugeben, sollte den radikalen Weg gehen, so das Fazit der Forscher. All denjenigen, die sich nicht vorstellen können, von heute auf morgen zu stoppen, raten sie jedoch, den Zigarettenkonsum zumindest einzuschränken – das sei immer noch besser als gar nichts zu unternehmen.

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