Comparis-Studie: So können Versicherte den Prämien-Schock bis zu 55 Prozent abfedern

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Comparis-StudieSo können Versicherte den Prämien-Schock bis zu 55 Prozent abfedern

Die Krankenkassenprämien steigen im kommenden Jahr um durchschnittlich 6,6 Prozent. Doch laut dem Vergleichsportal Comparis kann fast eine Million Versicherte in der Schweiz den Tarifanstieg für sich bremsen. 

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Laut dem Vergleichsdienst Comparis lässt sich mit dem Wechsel der Krankenkasse bzw. des Modells und/ oder der Franchise viel Geld sparen.

Laut dem Vergleichsdienst Comparis lässt sich mit dem Wechsel der Krankenkasse bzw. des Modells und/ oder der Franchise viel Geld sparen.

20min/Michael Scherrer
Hausarzt- oder Telmed-Modell bieten oft viel Potenzial.

Hausarzt- oder Telmed-Modell bieten oft viel Potenzial.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

«Die Krankenkassenprämien 2022/2023 steigen mit 6,6 Prozent deutlich stärker als die Kosten für die versicherten medizinischen Leistungen. Diese wachsen nur 1,3 Prozent 2022 und 1,2 Prozent 2023. Das zeigt die Analyse der KOF-Konjunkturforschungsstelle im Auftrag des Online-Vergleichsdienstes», schreibt der Online-Vergleichsdienst Comparis in einer Medienmitteilung. 

Doch es gibt laut der Plattform auch positive News: Immerhin 900’000 Versicherte könnten ihre Prämienbelastung 2023 um 40 Prozent oder mehr senken. «Das Sparpotenzial lässt sich realisieren durch einen Wechsel zu einer der fünf günstigsten Krankenkassen in der eigenen Prämienregion und/oder die Erhöhung der Franchise und/oder einen Modellwechsel bei der eigenen Kasse», so Comparis. 

Hast du schon einmal die Krankenkasse gewechselt?

Anhand der Betrachtung der jeweils fünf Marktführer pro Region – wo immerhin 65 Prozent aller Versicherten ihre Policen haben – hat Comparis errechnet, dass in bestimmten Fällen bis zu 55 Prozent der Prämienlast eingespart werden könnten, was 3104 Franken entspreche. Allerdings treffen diese Zahlen nur gerade auf 180 Standardversicherte in Graubünden zu, die bei der Swica sind und aufs neue Jahr zum Telmed-Modell der KPT wechseln. Dieser Wert übertrifft das maximale Sparpotential des Vorjahres um über 500 Franken.

Differenzen zwischen teuerster und billigster Kasse gesunken

Gutes Geld lasse sich für viele nebst dem Kassenwechsel zum günstigsten Anbieter auch bei einem zusätzlichen Wechsel der Franchise sparen – insgesamt 414’000 Versicherte hätten diese Möglichkeit. Zudem berge auch ein neues, möglicherweise alternatives Versicherungsmodell zusätzlich zu einem Wechsel grosses Sparpotenzial.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr können allerdings weniger Versicherte bei den Prämien Geld sparen: 2021 waren es laut der Erhebung noch 1,1 Millionen Menschen. Dies liege unter anderem daran, dass die günstigsten Kassen ihre Prämien wegen starkem Reserveabbaus besonders stark erhöhen mussten und die Prämiendifferenz zwischen der teuersten und der günstigsten Kasse gesunken sei, erklären die Spezialisten. «Der politisch erzwungene, zu starke Reserveabbau bei den Kassen hat allerdings dazu geführt, dass auch günstige Kassen ihre Prämien stark erhöhen mussten», kritisiert Comparis-Experte Felix Schneuwly.

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