Grow Up: So kommst du ans Geld für dein Studium
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Grow UpSo kommst du ans Geld für dein Studium

Lebensunterhalt und Studium unter einen Hut zu bringen, bereitet nicht wenigen Studierenden finanzielle Probleme. Stipendien können Abhilfe schaffen.

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Studium und Lebensunterhalt unter einen Hut zu bringen, ist eine grosse Herausforderung,...

Studium und Lebensunterhalt unter einen Hut zu bringen, ist eine grosse Herausforderung,...

Urbazon
... denn längst nicht alle Familien können es sich leisten, ihren Kindern ein Studium zu finanzieren.

... denn längst nicht alle Familien können es sich leisten, ihren Kindern ein Studium zu finanzieren.

Athena Grandis
Vor dem Studium ist es wichtig zu klären, ob du von der kantonalen Stipendienstelle Unterstützung erhalten kannst. Dafür gibt es verschiedene Stipendienrechner.

Vor dem Studium ist es wichtig zu klären, ob du von der kantonalen Stipendienstelle Unterstützung erhalten kannst. Dafür gibt es verschiedene Stipendienrechner.

Andreypopov

Tatsache ist: Noch lange können es sich nicht alle Familien leisten, ihren Kindern ein Studium zu finanzieren. Auch für etwas ältere Studenten, denen die finanzielle Unterstützung der Eltern nicht mehr zugutekommt, ist es zuweilen schwer, den Lebensunterhalt neben einem Studium alleine zu stemmen. In einer eigenen Bleibe belaufen sich die Lebenskosten auf ungefähr 2300 Franken pro Monat. Darin enthalten sind beispielsweise die Monatsmiete, Krankenkassenbeiträge, die Verpflegung oder auch der Ausgang. Wer nicht mindestens zwei Tage pro Woche arbeitet, kann sich dies ohne zusätzliche Unterstützung kaum leisten. Genau hier setzen kantonale Stipendien an.

Grundsätzlich wird zwischen Stipendien und Darlehen unterschieden, Letztere müssen innert geregelter Fristen, meistens einige Jahre nach Beendigung des Studiums, zurückgezahlt werden, Stipendien hingegen nicht. 2017 vergaben die Kantone 343 Mio. Franken an Ausbildungsbeträgen, wovon 95 Prozent als Stipendien ausbezahlt wurden. Dies entspricht einem Prozent der gesamten öffentlichen Bildungsausgaben des Jahres 2017. Die Kriterien für die Höhe der individuellen Beträge variieren jedoch stark von Kanton zu Kanton. Faktoren wie die Höhe des Einkommens der Eltern sowie deren Besitz von Wohneigentum spielen u.a. eine Rolle bei der Einschätzung.

So gehst du vor:

1) Vor dem Studium ist es wichtig zu klären, ob du von der kantonalen Stipendienstelle Unterstützung erhalten kannst. Hierzu gibt es verschiedene Stipendienrechner.

2) Ziehe parallel dazu auch Anfragen bei Stiftungen, Fonds und Vereinen in Erwägung.

3) Falls du keine Stipendien erhalten solltest, hast du auch Chancen auf ein kantonales Darlehen. Hier liegen die Zinssätze meist unter 5 Prozent und du kannst die Beträge über mehrere Jahre zurückzahlen.

Wie hoch die Ausbildungsbeträge schliesslich sind, die du bekommst, wird erst durch ein tatsächliches Gesuch ersichtlich. Vorsicht ist jedoch immer geboten: Die meisten Stipendien sind subsidiär, decken also die Lebenskosten nicht voll ab, weshalb ein kleiner Nebenjob während des Studiums fast unumgänglich ist. Mit diesem kannst du unerwartete Rechnungen begleichen oder dir sogar mal einen Wochenendtrip leisten und zusätzlich wertvolle Arbeitserfahrung sammeln.

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern.

Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

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