10.01.2020 12:16

So kommst du aus dem Januarloch

Draussen ist es kalt, du bist müde, schlapp und hast irgendwie null Bock: Winterblues haben die meisten schon mal erlebt. Wir verraten, was dagegen hilft.

von
gss
10.1.2020
Das neue Jahr hat kaum begonnen und du fühlst dich schon wieder müde und schlapp?

Das neue Jahr hat kaum begonnen und du fühlst dich schon wieder müde und schlapp?

Xesai
Willkommen Winterblues!

Willkommen Winterblues!

Halfpoint
Der wichtigste Auslöser für den sogenannten Winterblues ist ganz einfach Lichtmangel.

Der wichtigste Auslöser für den sogenannten Winterblues ist ganz einfach Lichtmangel.

Andy Dauer

1. Tanke Licht

Folge der alten Erkenntnis und tanke Licht in der Natur. Bereits ein dreiviertelstündiger zügiger Spaziergang oder Jogging bei Tageslicht hilft spürbar und heitert deine Stimmung auf. Gehe auch an grauen, ungemütlichen Wintertagen so oft wie möglich ins Freie. Je heller es draussen ist, desto besser. Denn über die Nervenbahnen deiner Augen signalisiert das Tageslicht dem Gehirn die Botschaft, weniger vom Schlafhormon Melatonin auszuschütten. Nütze die Wochenenden für zeitaufwendigere Sportarten wie Schneeschuhlaufen, Langlaufen, Schlitteln oder Skifahren. Unter der Woche gehören Jogging und Walking selbstverständlich dazu, sie sind weniger zeitintensiv und im Arbeitsalltag einfacher unterzubringen. All diese Sportarten hellen deine Stimmung auf. Mit Freunden oder Familie steigerst du zusätzlich den Spassfaktor.

2. Züchte Glückshormone

Ausdauersportarten verbessern deinen Gemütszustand. Der Grund dafür ist, dass sich bei lang andauernden gleichmässigen Bewegungen in deinem Zwischenhirn Glückshormone wie Serotonin und Endorphin bilden. Bereits während des Trainings spürst du dadurch ein inneres Wohlbefinden. Deine trübe Stimmung löst sich einfach in Heiterkeit auf. Wichtig ist, dass du regelmässig trainierst. Denn je öfter du sanfte Sportarten betreibst, desto mehr Glücksgefühle entwickelt dein Körper. Deine Stimmung steigt durch die körperliche Aktivität schneller und länger anhaltend. Trainiere 3- bis 4-mal pro Woche für mindestens 30 bis 45 Minuten.

3. Raus aus den Federn

Natürlich ist es an grauen und kalten Tagen verlockend, sich die Decke über den Kopf zu ziehen und möglichst lang im Bett zu bleiben. Aber gerade dann ist es wichtig, dass du deinen Tagesablauf gut strukturierst. Das gilt auch fürs Wochenende. Bleibe nicht zu lange im Bett liegen. Ideal ist es, wenn du täglich zur gleichen Uhrzeit aufstehst, auch am Wochenende. Sonst erlebt dein Organismus wöchentlich einen Mini-Jetlag. Und du fühlst dich spätestens am Montag wie gerädert.

4. Frische Luft und Proteine

Versuche auch an Arbeitstagen, deinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Ob mit einem Spaziergang oder Jogging über Mittag – Hauptsache, du kommst bei Tageslicht in die Gänge. Das heisst, du gönnst dir also anstatt Schnitzel und Pommes eine Portion Tageslicht mit frischer Luft. Schnitzel und Pommes ersetzt du mit einer grossen, farbigen Portion Gemüse – im Winter sind Kohlarten wahre Wundermittel. Und achte unbedingt darauf, deine Mahlzeit mit ausreichend Proteinen zu ergänzen: von Ei über Käse bis hin zu Tofu, Linsen, Poulet oder Bündnerfleisch – was immer dir schmeckt. Als Dessert eignet sich ein Naturjoghurt mit Beeren. Im Winter wählst du idealerweise gefrorene Beeren.

Guten Appetit!

Markus Ryffel ist Gründer der Markus Ryffel's GmbH, Silber Olympiamedaillengewinner 5000 m 1984 und Schweizer Rekordhalter über 3000 m und 5000 m. In seiner Kolumne verrät er, wie du fit durchs Leben kommst. Hast du Lust auf eine spezielle Challenge im 2020? Dann melde dich für den Survival Run am 1. März in Thun an, den Ryffel organisiert.

Www.survivalrun.ch/

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