Aktualisiert 19.03.2020 18:53

Zettel ziehenSo läuft das Dosiersystem im Detailhandel

Aus Sicherheitsgründen darf pro zehn Quadratmeter Fläche nur noch ein Kunde in den Laden. Coop stellt dies über ein Zettelsystem sicher. Wenn es keine Zettel mehr hat, heisst es warten.

von
sas

Zettel ziehen: So kauft man bei Coop zu Zeiten des Coronavirus ein. (Video: Coop)

Social Distancing gilt neu auch im Detailhandel. Auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit darf pro zehn Quadratmeter Ladenfläche nur noch ein Kunde einkaufen. Coop stellt das über ein Zettelsystem sicher, wie das Video oben zeigt.

Kommt eine Person in den Laden, gilt es es zuerst, die Hände zu desinfizieren. Danach muss der Kunde aus einem Korb eine Nummer ziehen. Zettel mit Nummern hat es aber nur so viele, wie Leute im Laden zugelassen sind. «Wenn alle Zettel weg sind, müssen die Kunden bei einem allein stehenden Laden draussen warten. In Einkaufszentren dagegen warten die Kunden drinnen im Eingangsbereich», sagt Coop-Sprecherin Andrea Bergmann zu 20 Minuten. Nach dem Einkauf geben die Kunden den Zettel an der Kasse wieder ab, er wird desinfiziert und kommt zurück in den Korb am Eingang.

«Abstand halten in den Kolonnen»

Für den grössten Coop-Supermarkt der Schweiz, das EKZ Volkiland in Volketswil, bedeutet das neue System noch eine maximale Besucherzahl von 600 Kunden. In der kleinsten Coop-Filiale im Tessiner Bergdorf Bosco Gurin werde die Verordnung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand umgesetzt.

Bis jetzt sei es mit diesem Dosiersystem noch zu keinen grösseren Wartezeiten gekommen, heisst es bei Coop. Der Detailhändler hat dieses System am Donnerstag in allen rund 1000 Supermärkten sowie in den Coop-Warenhäusern eingeführt. Falls es zu Warteschlangen kommen würde, appelliert Coop an die Eigenverantwortung: «Die Leute müssen in den Kolonnen genügend Abstand halten.»

Die Detailhändler begrüssen die Präzisierungen des BAG im Kampf gegen das Coronavirus und halten die getroffenen Massnahmen für sinnvoll, wie die Interessengemeinschaft Detailhandel und die Swiss Retail Federation am Donnerstag mitteilten.

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