«Zwingli»: So läuft ein Drehtag am Filmset ab
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«Zwingli»So läuft ein Drehtag am Filmset ab

Die Dreharbeiten für «Zwingli» sind in vollem Gang. 20 Minuten war am Filmset dabei. Hier sind sechs Erkenntnisse vom Drehtag.

von
Nicole Agostini

Sehen Sie im Video, wie es hinter der Kamera am «Zwingli»-Filmset abläuft. (Video: C-Films/Tamedia)

Der Schweizer Film «Zwingli» wird im Januar in die Kinos kommen. Regisseur Stefan Haupt («Der Kreis») will die Geschichte des Zürcher Reformators Huldrych Zwingli aus einem neuen Blickwinkel erzählen: Im Film soll Zwingli «als komplexer, vitaler Mann und Mensch, der weit mehr als eine historische Figur ist» gezeigt werden. Ein Zwingli, der «ganz und gar nicht jenem lustfeindlichen, sittenstrengen Zwingli-Bild entspricht, wie es ein Grossteil kennt», erklären die Produzenten von C-Films die Vision hinter dem Projekt.

Der Film wird in insgesamt 37 Drehtagen, unter anderem in der Zürcher Grossmünsterkirche, in Stein am Rhein, in Bubikon und im deutschen Neuhausen ob Eck, produziert.

20 Minuten war für einen Tag in einer Statistenrolle auf dem Set der Grossproduktion. Hier ein paar Einblicke in die Kulissen eines Filmdrehs.

Schon vor dem Dreh gilts ernst

Zwei Wochen vor dem eigentlichen Drehtag gab es einen ersten Termin beim Team, das für Maske und Kostüme zuständig ist. Klare Anweisung: Die Augenbrauen dürfen nicht mehr gezupft werden. Am Drehtag sollte man mit kurzen, natürlichen Nägeln, ohne Wimperntusche und ganz ohne Make-up erscheinen. Rund 2o Minuten dauerte dann das Schminken am Drehtag. Die Hände wurden mit brauner Farbe verdreckt, die Haare angenässt, mit Wachs nach hinten gezogen und zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden.

Schaupielen heisst manchmal auch warten

Um 10.25 Uhr waren wir als Nonnen fertig geschminkt, gekleidet und einsatzbereit. Bis 12 Uhr hiess es dann erst einmal warten, bis es mit dem Dreh in der Grossmünsterkirche losgehen konnte. Am Filmset wurde danach dreieinhalb Stunden gedreht, mit zwei kurzen Pausen. Einsatzzeit vor der Kamera: Rund drei Stunden. Anwesenheitszeit total: Acht Stunden.

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In der Zürcher Grossmünsterkirche fanden für den «Zwingli»-Kinofilm ein Teil Dreharbeiten statt. 20 Minuten war für einen Tag am Filmset dabei. Um 9.30 Uhr ...

In der Zürcher Grossmünsterkirche fanden für den «Zwingli»-Kinofilm ein Teil Dreharbeiten statt. 20 Minuten war für einen Tag am Filmset dabei. Um 9.30 Uhr ...

20 Minuten/Nicole Agostini
... kamen wir in der Grossmünsterkapelle an. Dort stand ein Frühstücksbuffet parat: Obst, Zopf, Gipfeli und Kaffee. 15 Minuten später  ...

... kamen wir in der Grossmünsterkapelle an. Dort stand ein Frühstücksbuffet parat: Obst, Zopf, Gipfeli und Kaffee. 15 Minuten später ...

20 Minuten/Nicole Agostini
... ging es weiter zur Maske. Das Styling dauerte keine halbe Stunde. Jedoch wurde ...

... ging es weiter zur Maske. Das Styling dauerte keine halbe Stunde. Jedoch wurde ...

20 Minuten/Nicole Agostini

Essen gibts rund um die Uhr

Das Angebot ist grosszügig: Zum Frühstück Gipfeli, Butterzopf und Obst. Am Mittag ein frisches Curry mit Rindfleisch – für die Veganer und Vegetarier in einer Variante mit Kichererbsen und Tofu. Und sogar ein Zvieri gibt es: Käse und Wurst mit Brot. Kaffee und Wasser steht jederzeit zur Verfügung.

Wie oft wird eine Szene gedreht?

Unsere Szene, die Szene 32, in der Zwingli eine Predigt hält, wird ganze elfmal durchgespielt und gefilmt, auch mit verschiedenen Kameraeinstellungen. Vorab zwei Testläufe ohne Kamera.

Unter Statisten kennt man sich

94 Statisten waren am Drehtag im Einsatz – insgesamt werden es rund 600 sein, die im Film mitspielen. Viele kennen sich schon seit Jahren von anderen Produktionen.

Hautnah bei den Hauptdarstellern dabei

Die Hauptdarsteller Max Simonischek (35) als Zwingli, Sarah Sophia Meyer (34) als Zwinglis Frau Anna und Anatole Taubmann (47) als Leo Jud waren am Drehtag anwesend. Die Stars des Films erhalten eigene Zimmer, wo sie sich umziehen und zurückziehen können. Trotzdem setzte sich Simonischek während der Mittagspause an den Statistentisch und plauderte mit den Komparsen.

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