40-Jähriger tot - DJ erschossen – Insider sagt, wie die illegalen Marbella-Partys laufen
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40-Jähriger totDJ erschossen – Insider sagt, wie die illegalen Marbella-Partys laufen

Im südspanischen Ferienort Marbella wurde während einer illegalen Party in einer Villa ein DJ getötet. Nun erfuhr die «Bild»-Zeitung, wie diese Partys organisiert werden.

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Die Polizei fasste 36 Stunden nach dem tödlichen Schuss auf einen DJ zwei Deutsche (30 und 28).

Die Polizei fasste 36 Stunden nach dem tödlichen Schuss auf einen DJ zwei Deutsche (30 und 28).

Policia Nacional
Der Ältere der beiden soll geschossen haben, der Jüngere wird wegen Beihilfe und unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Der Ältere der beiden soll geschossen haben, der Jüngere wird wegen Beihilfe und unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Policia Nacional
Die beiden Männer hatten sich offenbar nach Deutschland absetzen wollen.

Die beiden Männer hatten sich offenbar nach Deutschland absetzen wollen.

Policia Nacional

Darum gehts

  • An einer illegalen Party bei Marbella wurde ein spanischer DJ erschossen: Ein Mann hatte in die Decke geschossen, ein Querschläger traf das Opfer in den Hals.

  • Danach wurden zwei Deutsche verhaftet.

  • Solche illegalen Partys finden offenbar regelmässig statt. Die Gäste bezahlen im Voraus mehrere hundert Euro Eintritt.

An einer Party in einem Vorort der spanischen Küstenstadt Marbella wurde in der Nacht auf Montag ein DJ erschossen. Der 40-jährige José Maria Ares alias DJ JM Ares wurde getötet, während er am Auflegen war. Angeblich wurde er von einem von drei Projektilen in den Hals getroffen, die ein Gast während eines Streits im Nebenraum gegen die Decke abgefeuert hatte – eines davon prallte ab und traf Ares so unglücklich, dass dieser noch vor Ort verstarb. Als die Polizei am Tatort eintraf, stiessen sie auf den Leichnam des DJs. Die Gäste hatten nach dem tödlichen Zwischenfall schon längst das Weite gesucht.

Rund 36 Stunden nach dem tödlichen Schuss verhaftete die nationale Polizei in Malaga zwei Deutsche (30 und 28). Sie versuchten offenbar, sich nach Deutschland abzusetzen. Dem Älteren wird vorgeworfen, die Schüsse abgefeuert zu haben. Zudem muss er sich wegen illegalen Waffenbesitzes verantworten. Der jüngere Mann wird der Beihilfe zur Tat und unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Illegale Partys für Eingeweihte

Wie die «Bild» (Bezahlartikel) von einem Insider erfahren hat, finden in der Region immer wieder solche illegalen Partys statt. «Bei diesen Partys bezahlen die Leute eine Woche vorher mehrere Hundert Euro Eintritt», berichtet der Mann. Der genaue Ort – in diesem Fall eine Villa in einem Vorort von Marbella, die eigens angemietet wurde – wird ihnen dann vor Beginn per Handy mitgeteilt. Das läuft alles ganz geheim.»

Jose Maria Ares hatte sich buchen lassen, weil er wegen der Pandemie seit längerer Zeit nicht mehr legal auflegen darf. Laut der «Voz de Galicia» hatte er bereits eine Ausbildung als Flugbegleiter begonnen.

(trx)

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