Zu Besuch auf dem Pass: So leben die Asylbewerber auf dem Lukmanier

Aktualisiert

Zu Besuch auf dem PassSo leben die Asylbewerber auf dem Lukmanier

Auf 2000 Metern über Meer leben bis zu 80 Asylbewerber im neuen Bundes-Asylzentrum. Für einige fühlt sich der Lukmanierpass an wie ein Gefängnis. Manche geniessen aber auch einfach die frische Höhenluft.

von
jam

Im Juni hat das neue Bundes-Asylzentrum auf dem Lukmanier-Pass seine Tore geöffnet. In der Militärunterkunft mitten im Nirgendwo – 10 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt – leben bis zu 80 Asylbewerber.

Auf 2000 Metern über Meer ist die Situation für die Asylbewerber alles andere als ideal. Das ist auch Michael Glauser vom Bundesamt für Migration bewusst: «Es liegt auf einem Pass, ist abgelegen von den anderen Asylzentren, dementsprechend schwierig ist die Logistik», sagt er.

Einige der Bewohner fühlen sich im neuen Zentrum eingesperrt. «Es war wirklich ein Schock für mich, als ich hierherkam», sagt ein tibetischer Asylsuchender. «Ich fühle mich wie im Gefängnis.» Andere hingegen erfreuen sich der Bergwelt und der vielfältigen Möglichkeiten, die sich ihnen dort bieten. Ich geniesse die Berge, wandere gern und bin gerade eben vom Beten zurückgekommen», sagt ein Asylbewerber aus Kenia. Er dürfte dafür gebetet haben, dass er eine positive Antwort auf sein Asylgesuch erhält.

Deine Meinung