29.10.2020 09:55

ReligionenSo leben Juden in der Schweiz

Ronny Pifko (35) ist Jude und lebt nach den Regeln und Bräuchen der Tora. Viel Geld, abgeschottet vom Rest der Welt, Schläfenlocken – im Video verrät er, was es mit den Vorurteilen auf sich hat.

von
Noah Zygmont

Gerade mal 0,2 Prozent der Schweizer Bevölkerung gehört der jüdischen Glaubensgemeinschaft an. Ein Grossteil davon lebt in Basel, Genf und Zürich. In letzterer Stadt ist auch Ronny Pifko zu Hause. Gross geworden ist er im für Juden bekannten Stadtteil Zürich Wiedikon. Auch heute noch lebt er mit seinen drei Kindern und seiner Frau im Kreis 3, arbeitet als Selbstständiger in der Immobilienbranche und geht bis zu sechsmal täglich in die Synagoge.

Mit Vorurteilen würden Juden regelmässig konfrontiert. Zum Beispiel damit, warum sie sich von der restliche Gesellschaft in Zürich abschotten würden. Ronny verneint, meint aber, man müsse alles zu Fuss erreichen können. Denn am heiligsten Tag, dem Sabbat, werden laut der Tora keine Verkehrsmittel und kein Strom benutzt. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt im Judentum seien sehr stark. Man unterstütze sich, helfe sich gegenseitig aus, verfügt sogar über einen eigenen und gut organisierten Notfalldienst, der von Freiwilligen geführt wird. Die meisten jüdischen Männer in Zürich sind in einem Whatsapp-Gruppenchat. Man kenne sich in Wiedikon. Man kenne das Judentum und studiere in jeder freien Minuten in der Tora.

Religions-Serie

Dieses Video ist Teil der Religionsserie von 20 Minuten. Sechs Vertreter der grössten Religionen in der Schweiz geben darin Einblicke in die Sitten, Bräuche und Kulturen ihrer Gemeinschaften. Die Protagonisten leben die Kultur nach eigener Interpretation.

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