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ReligionenSo leben Muslime in der Schweiz

Saabik Ali (30) ist Muslim und wünscht sich, nicht in eine Untergrund-Moschee beten gehen zu müssen. Im Video erklärt er, was Halal-Fleisch ist, weshalb muslimische Frauen oft ein Kopftuch tragen und wie man den Koran richtig liest.

von
Noah Zygmont

Der Islam gehört nach den christlichen Glaubensgemeinschaften zu den grössten Religionen hierzulande. Saabik Ali (30) lebt seit seiner Kindheit in Luzern, arbeitet als Poetry-Musiker und engagiert sich in der nahe gelegenen Moschee. Seinen Glauben lebt er auch in seiner Musik aus, rezitiert Verse aus dem Koran und trägt sie singend dem Publikum vor.

Wir treffen ihn in einem seiner Lieblingscafés. Er trinkt ein Wasser und macht davor unbemerkt ein Bittgebet. Saabik erzählt: Man danke Allah dafür, dass man etwas zu trinken bekommen habe. Im Interview möchte er mit Vorurteilen aufräumen. Dass Muslime Terroristen seien, dass Männer ihre Frauen unterdrückten, dass man sehr viele Einschränkungen im Alltag habe.

Der Islam sei eine friedliche Religion, man verbiete niemandem den Mund und geniesse viele Freiheiten. Er verabschiedet seinen Freund im Café, nimmt uns mit zum Halal-Metzger und zeigt uns seine Moschee. Unscheinbar, von aussen kaum sichtbar. Es folgt eine Gebetswaschung und das grosse Mittagsgebet. Saabik geht auf die Knie, schaut in Richtung Mekka und betet: Allahu Akbar (dt. «Gott ist gross»).

Religions-Serie

Dieses Video ist Teil der Religionsserie von 20 Minuten. Sechs Vertreter der grössten Religionen in der Schweiz geben darin Einblicke in die Sitten, Bräuche und Kulturen ihrer Gemeinschaften. Die Protagonisten leben die Kultur nach eigener Interpretation.

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