Neue Ausgrabung in Pompeji – So lebten Sklaven im antiken Rom
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Neue Ausgrabung in PompejiSo lebten Sklaven im antiken Rom

In der versunkenen Stadt Pompeji in Italien wurde ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt. Dieses gibt erstmals einen Blick in den Alltag der unteren Schicht im alten Rom.

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Drei Betten und Amphoren des Hausherren: In der versunkenen Stadt Pompeji in Italien wurde ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt. 

Drei Betten und Amphoren des Hausherren: In der versunkenen Stadt Pompeji in Italien wurde ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt.

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In dem Raum dürften mindestens drei Sklaven geschlafen haben.

In dem Raum dürften mindestens drei Sklaven geschlafen haben.

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Die Betten waren einfache, mit Seilen bespannte Holzpritschen, auf die Tücher oder Teppiche gelegt wurden.

Die Betten waren einfache, mit Seilen bespannte Holzpritschen, auf die Tücher oder Teppiche gelegt wurden.

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Darum gehts

  • Bei Ausgrabungen in Pompeji wurde ein Sklavenzimmer entdeckt.

  • Die antike Stadt liegt am Fusse des Vulkans Vesuv.

  • Bei einem Ausbruch im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Stadt unter sich begraben.

Archäologen und Archäologinnen haben bei Ausgrabungen in der versunkenen Stadt Pompeji ein gut erhaltenes Sklavenzimmer entdeckt. In der etwa 16 Quadratmeter grossen Kammer auf einem Grundstück etwas ausserhalb der antiken Stadt wurden drei Betten, einige Amphoren, Vasen und eine Kiste mit Zaumzeug für Pferde gefunden.

Der Raum habe den Herren des Hauses wohl als Abstellkammer und zugleich als schmucklose Unterkunft für die Sklaven gedient. «Hier sehen wir nun etwas, das normalerweise im Schatten bleibt», sagte Gabriel Zuchtriegel, der Museumsdirektor von Pompeji, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Der gebürtige Baden-Württemberger erinnert daran, dass in antiken Überlieferungen und Schriftstücken zumeist nur das Leben der oberen Schicht thematisiert wurde. Der neue Fund biete nun die Chance, auch einen kleinen Einblick in das Leben der Sklaven zu bekommen.

Drei Betten für die Sklavenfamilie und Zaumzeug vom Pferd des Herren

In dem Raum dürften mindestens drei Sklaven geschlafen haben. Die Betten waren einfache, mit Seilen bespannte Holzpritschen, auf die Tücher oder Teppiche gelegt wurden. Zwei Betten waren etwa 1,70 Meter lang, eines – wohl für ein Kind – 1,40 Meter. In den Ecken standen Amphoren des Hausherren. In zwei Amphoren unter den Betten dürften die Sklaven ihr Hab und Gut aufbewahrt haben, sagte Zuchtriegel.

Ausserdem stand in der Mitte des Raumes, der nur ein kleines Fenster hatte, eine Holzkiste mit Zaumzeug und Metallen, am Bett lehnte eine Deichsel. Dies gehörte zu einem Prunkwagen, der Anfang des Jahres im Nebenzimmer entdeckt wurde. «Wir haben nicht damit gerechnet, so einen Raum vorzufinden. Dabei sind wir oft daran vorbeigegangen», bemerkte Zuchtriegel. Einen Raum weiter waren die Überreste dreier Pferde entdeckt worden, was bereits 2018 für Aufsehen gesorgt hatte.

Die antike Stadt Pompeji liegt am Fusse des Vulkans Vesuv. Bei Ausbrüchen im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Siedlungen unter sich begraben und die Stadt teils konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde Pompeji wiederentdeckt. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien und birgt immer wieder sensationelle Funde.

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(DPA/kle)

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