Zivile Opfer: So leiden die Menschen im Gazastreifen
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Zivile OpferSo leiden die Menschen im Gazastreifen

Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas trifft die Zivilbevölkerung besonders hart. Im Gazastreifen ist die Lage prekär. Viele der Opfer sind Frauen und Kinder.

von
bat

Seit Beginn der israelischen Militäroffensive sind über 180 Palästinenser ums Leben gekommen. Gemäss dem Leiter der palästinensischen Rettungskräfte sind knapp ein Drittel davon Frauen und Kinder. Unter den Toten seien 22 Frauen sowie 24 Knaben unter 18 Jahren. Das jüngste Opfer sei ein 18 Monate altes Baby. Über die hohe Zahl der zivilen Opfer zeigte sich auch die UNO besorgt. UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay geben besonders die Berichte über Bombardierungen von Wohnhäusern Grund zur Sorge. Nach ersten Einschätzungen der UNO könnte Israel internationales Recht verletzt haben.

Je länger die Bombardierung des Gazastreifens andauert, desto prekärer entwickelt sich die humanitäre Situation. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO sei die Gesundheitsversorgung nahe am Kollaps. So mussten mehrere Spitäler wegen Raketeneinschlägen in unmittelbarer Nähe evakuiert werden. Laut der WHO machen die vielen Stromausfälle den Spitälern zu schaffen. So hätten einige Krankenhäuser für ihre Stromgeneratoren nur noch Treibstoff für wenige Tage. Deshalb haben UN-Helfer vor Ort damit begonnen, 135'000 Liter Benzin zu verteilen.

Kein sicherer Ort im Gaza

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) rief dazu auf, dass Spitäler und Zivilisten bei den Angriffen geschützt werden müssen. «Es muss eine klare Linie zwischen militärischen und zivilen Objekten gezogen werden», heisst es im Bericht des Roten Kreuzes. «Viele im Gazastreifen suchen nach einem sicheren Ort. Doch die Menschen sagen, dass es hier keinen solchen Ort gibt», sagte der IKRK-Leiter für Operationen im Gaza.

"Thousands are moving to find safer refuge but some say there are no safe places in #Gaza"- ICRC in Israel & OT (@ICRC_ilot) 14. Juli 2014

Laut IKRK ist bei den israelischen Luftangriffen ebenfalls die Wasserversorgung betroffen. Ingenieure mussten eine Pipeline bei Beit Hanoun reparieren, die 19'000 Palästinenser mit Wasser versorgt.

Auch eine Interaktive Präsentation von «Al Jazeera English» über den Gazastreifen thematisiert die problematische Wasserversorgung in dem Gebiet. So sind laut UNO 95 Prozent des Trinkwassers durch Abwasser, Chemikalien oder Meereswasser kontaminiert. Die Haushalte würden nur während sechs bis acht Stunden täglich über fliessendes Wasser verfügen.

Der Gazastreifen ist 360 Quadratkilometer gross und beherbergt 1,7 Million Menschen. Der Gazastreifen ist Teil der palästinensischen Autonomiegebiete. Seit 2007 wird er von der islamistischen Hamas kontrolliert.

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