Zoo Basel : So lieb hat Orang-Utan-Mami Maia ihr Kleines
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Zoo Basel So lieb hat Orang-Utan-Mami Maia ihr Kleines

Nachwuchs im Affenhaus: Im August kam im Basler Zolli das Orang-Utan-Mädchen Padma zur Welt.

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Im Affenhaus des Basler Zollis gab es erneut Nachwuchs.

Im Affenhaus des Basler Zollis gab es erneut Nachwuchs.

zoo Basel (torben Weber)
Am 7. August ist die kleine Padma zur Welt gekommen.

Am 7. August ist die kleine Padma zur Welt gekommen.

zoo Basel (torben Weber)
Die Orang-Utans freuen sich über das neue Familienmitglied.

Die Orang-Utans freuen sich über das neue Familienmitglied.

zoo Basel (torben Weber)

Ein neugeborenes Äffchen der Orang-Utan-Familie sorgt für frischen Wind im Affenhaus. Am 7. August brachte das Weibchen Maia, die schon seit sechs Jahren im Zolli lebt, die kleine Padma zur Welt.

Das frischgebackene Orang-Utan-Mami ist mit ihren elf Jahren schon sehr früh Mutter geworden. In freier Wildbahn geniessen die Menschenaffen eigentlich bis zu zehn Jahren die Obhut ihrer Mütter und zählen als sehr familienverbundene Tiere, so der Zoo Basel. Erst mit zunehmenden Alter werden sie selbstständig und sind bereit, eine eigene Familie zu gründen. Doch für Maia lief alles anders, denn ihre Mutter starb schon, als sie zwei Jahre alt war.

Die Orang-Utan-Dame hatte deshalb einige Schwierigkeiten, schon so früh auf eigenen Beinen zu stehen. Nicht zuletzt deswegen verlor sie ihre erstes Junges, da sie damals noch sehr unerfahren war. Heute ist Maia deutlich reifer geworden und konnte von ihrer älteren Schwester Kila den richtigen Umgang mit einem Neugeborenen lernen. Stolz und ganz selbständig kümmere sie sich nun problemlos um die kleine Padma, heisst es.

Alleinerziehende Power-Mamis

Orang-Utans sind in freier Wildbahn natürliche Einzelgänger. Wegen Nahrungsknappheit in ihrem Lebensraum sind sie gezwungen, nicht dicht zusammenzuleben, schreibt der Zolli. So wachsen die Orang-Utan-Jungen ohne ihren Vater auf und lernen alles von ihren Müttern. Auch Maia wird die nächsten sieben Jahre für Padma sorgen.

Doch nicht alle Affenarten haben das gleiche Familenleben: So wächst der Nachwuchs von Schimpansen, Gorillas und Liztäffchen immer in einer Grossfamilie auf. Doch wie auch bei den Orang-Utans ist auch bei ihnen hauptsächlich die Mutter für den Nachwuchs verantwortlich. Gorilla-Väter kümmern sich erst später um ihre Kinder, und Schimpansen-Väter können den Jungen durch ihre aufbrausende Art sogar gefährlich werden. Einzig die Lisztäffchen-Babys wachsen bei Mutter und Vater auf und geniessen ein harmonisches Familienleben.

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