Aktualisiert 13.02.2009 11:15

Flugzeug entzweigerissenSo lief die Bergung des Unglücks-Jets

Am frühen Morgen wurde am Flughafen Samedan die Bergung des verunfallten Jets fortgesetzt. Die zwei Opfer sind österreichische Staatsangehörige.

In der Geschichte des Flughafens war der gestrige Landeunfall der erste Unfall mit einem Jet, der Todesopfer forderte.

Die Ursache des Landeunfalls ist Gegenstand einer laufenden Untersuchung des Büros für Flugunfalluntersuchung bfu. Der Engadin Airport kann aus diesem Grund zur Unfallursache und zur laufenden Untersuchung keine Stellung nehmen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks verlief der Flugverkehr am Flughafen regulär. Um 15:30 Uhr landete ein anderer Jet ähnlichen Typs. Dieser startete um 16:05 Uhr vom Platz weg. Um 16:14 Uhr landete die Unglücksmaschine.

Der zuständige Flight Information Services Officer (FISO) am Platz informierte die Piloten der Unglücksmaschine über den Zustand der Piste. Wie bei Schneefall üblich, war die Centerline der Piste als Orientierungshilfe schwarz geräumt.

Die Voraussetzungen für den Betrieb des Flughafens waren gemäss den gesetzlichen Vorschriften zum Zeitpunkt des Unfalls absolut gegeben.

Die Investitionen und das kontinuierliche Training der vergangenen Jahre im Bereich Sicherheit des Flughafens haben sich gestern bewährt. Bereits wenige Augenblicke nach dem Unfall waren ausgebildete Helfer an der Maschine und bargen deren Insassen. Feuerwehr, REGA, Ambulanz und Polizei waren innert kürzester Zeit auf Platz. Die Sicherheit aller beteiligten Helfer war jederzeit gewährleistet.

Opfer sind Österreicher

Beim Piloten handelt es sich um einen 69-jährigen Mann; der Co- Pilot war 41 Jahre alt, wie die Bündner Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Ebenfalls aus Österreich stammt der dritte Insasse, ein 54-jähriger Mann, der beim Landeunglück verletzt wurde.

Die Maschine des Typs Falcon 10 war am Donnerstag kurz nach 15 Uhr in Wien gestartet und etwas über eine Stunde später bei der Landung in Samedan gegen eine Schneemauer geprallt. Der zweimotorige Business-Jet wurde auseinandergerissen und total beschädigt. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen hat zur Klärung der Ursache eine Untersuchung eingeleitet.

Zwei Unfälle in einer Woche

Auf dem höchstgelegenen Flugplatz in Europa sind innerhalb einer Woche zwei Maschinen während der Landung verunfallt. Am Freitag vergangener Woche hatte der Pilot eines privaten Business-Jets die Maschine nach dem Aufsetzen nicht zum Stillstand gebracht. Das Flugzeug rutschte über die Piste hinaus, verletzt wurde niemand.

(sda)

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