Aktualisiert 23.04.2019 06:55

6 Tipps

So machen Sie besonders günstig Ferien

Rasch buchen, am richtigen Tag fliegen und die Vorsaison ausnutzen: Mit diesen sechs Tipps holen Sie das Meiste aus einem knappen Ferienbudget.

von
R. Knecht

Ferien sollen zu den schönsten Erlebnissen des Jahres gehören, darum darf das Ganze auch einiges Geld kosten. Trotzdem ist das Reisebudget knapp: Bei Hotelplan Suisse zahlen Kunden im Schnitt 1350 Franken pro Reise – je jünger der Gast, desto kleiner das Budget.

«Mehr als 2000 Franken liegt für uns leider nicht drin», sagt Leserin Saskia (25), die mit Mann und Kind einmal im Jahr ans Meer reist. Viele weitere Leser würden gern mehr Geld fürs Reisen ausgeben. So bleibt das Reisebudget schlank:

Anreise in der Vorsaison

Vor allem bei teuren Langstreckenflügen kann es ins Gewicht fallen, wenn man etwa die Hinreise auf den letzten Tag der preisgünstigeren Vorsaison legt. Wer seine Ferien auf Anfang oder Ende Saison plant, kann laut Monika Bandi Tanner, Leiterin Forschungsstelle Tourismus Uni Bern, zudem davon profitieren, dass touristische Anbieter versuchen, mit attraktiven Preisen die Gäste zur Buchung zu animieren.

«Unsere Ferien kosten fast nichts.» So machen die Zürcher Passanten Ferien. (Video: 20M)

Am Mittag reisen

Bei der An- und Abreise gibt es gewisse Zeiten, in denen der Personentransport besonders teuer ist. Ein klassisches Beispiel sind der Freitag- und Sonntagabend – dann treibt die Nachfrage von Ausflügern, Ferienreisenden und Wochenpendlern die Preise in die Höhe. Tendenziell sei es günstiger, während des Tages statt morgens oder abends zu reisen, sagt Christian Laesser, Tourismus-Professor an der HSG. Je nach Route kann es aber Unterschiede geben – ein Vergleich lohnt sich also.

Über Sonntag im Hotel bleiben

«Die billigste Nacht im Hotel ist immer am Sonntag», so Laesser. Wer es sich einrichten kann, bleibt also über Sonntag in den Ferien und reist unter der Woche an und ab. Die meisten Buchungssysteme gehen laut Laesser davon aus, dass jemand, der nur über ein paar Arbeitstage ein Hotel bucht, keine andere Wahl hat. Vielleicht ist es ein Geschäftsreisender, der wegen einer Konferenz da ist. Diesen Gästen mute das System womöglich höhere Preise zu als denen, die auch am Wochenende bleiben und eine grössere Wahl an Destinationen und Unterkünften haben könnten.

Restaurants meiden

Auch in den Ferien muss es nicht immer das Restaurant sein. Influencer Thomas Kovacs, der in den sozialen Medien als Sparkojote bekannt ist, empfiehlt, Essen in einheimischen Märkten zu kaufen. Wenn es dann doch mal ein Restaurant sein soll, würden sich heimische Lokale lohnen: Die seien meist günstiger als internationale Anbieter.

Früh festlegen

Last minute mag billig sein, die Auswahl ist dann aber nur noch beschränkt. Umgekehrt, je früher man sich auf ein Angebot festlegt, umso eher kann man von Rabatten profitieren und auch bei voller Auswahl sparen, sagt Laesser. Dafür hat man danach in vielen Fällen nicht mehr die Möglichkeit, ohne Zusatzkosten umzubuchen. «Flexibilität – welcher Art auch immer – kostet also.»

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Ibiza ist bei den unter 25-Jährigen ein besonders beliebtes Reiseziel.

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Joel Carillet
Dabei achten die jungen Reisenden besonders aufs Geld.

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Tzahiv
Diese Altersgruppe hat ein durchschnittliches Reisebudget von 1120 Franken pro Person und Reise.

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Neonjellyfish

Offenheit bei der Zielwahl

Wer unbedingt nach New York will, muss sich damit abfinden, dass dieses Reiseziel besonders teuer ist. Zwar kann der Preis durch das Reisedatum beeinflusst werden. Eine andere Möglichkeit, Kosten zu sparen, ist laut Bandi, bei der Zielwahl flexibel zu sein und sich auch da nach dem Preis zu richten. Man reist dann eben dorthin, wo es gerade besonders günstig ist. «Reisende können oft gar nicht benennen, was ihre Bedürfnisse sind», so Bandi. In vielen Fällen könne eine teure USA-Reise diese gar nicht umfassender befriedigen als eine günstigere Städtereise in Europa.

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