26.03.2020 18:24

Landsitz der Mächtigen

So mondän empfängt der Bundesrat seine Gäste

Auf dem Landsitz Lohn in Kehrsatz BE verkehren Staatsoberhäupter und wichtige Personen. Selbst Queen Elisabeth II. und Winston Churchill übernachteten schon dort.

von
rc
1 / 18
In der Bundesratsresidenz Landgut Lohn gingen schon viele mächtige und bekannte Persönlichkeiten ein und aus.

In der Bundesratsresidenz Landgut Lohn gingen schon viele mächtige und bekannte Persönlichkeiten ein und aus.

VBS/DDPS / Ueli Liechti
Blick aus der Ferne auf den Landsitz im bernischen Kehrsatz.

Blick aus der Ferne auf den Landsitz im bernischen Kehrsatz.

VBS/DDP / Kaspar Bacher
Der grosse und gepflegte Garten des Anwesens.

Der grosse und gepflegte Garten des Anwesens.

VBS/DDPS / Kaspar Bacher

Im bernischen Kehrsatz wird regelmässig der rote Teppich ausgerollt. Dort befindet sich das Landgut Lohn, eine alte Villa mit verschnörkelten Torbogen, grossem Garten und Springbrunnen. «Der Lohn», wie das Gebäude in Bern genannt wird, dient als Gästesitz für Staatsoberhäupter. Auf Einladung des Bundesrates übernachteten dort schon Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Queen Elisabeth II oder der ehemalige Französische Staatspräsident François Mitterrand. Zuletzt war es Nana Akufo-Addo, Staatsoberhaupt von Ghana, welcher dort Ende Februar mit rotem Teppich und Militär begrüsst wurde. Er fuhr mit dem Zug dorthin, wie das «Schweizer Eisenbahn-Revue» berichtete.

Der Landsitz Lohn wurde vor gut 237 Jahren gebaut, ist jedoch erst seit 1943 im Besitz der Schweizer Eidgenossenschaft. Vorher gehörte die Villa Friedrich Emil Welti, Sohn des ehemaligen Bundesrats Welti. Dieser vermachte den Landsitz in seinem Testament der Regierung als Erholungsoase. Seither werden dort mindestens einmal im Jahr Staatsoberhäupter begrüsst. Während diese früher noch «im Lohn» übernachteten, ist dies heute nicht mehr üblich.

Trotzdem wird auf dem Landgut Lohn nach wie vor diskutiert, gegessen und die Diplomatie gepflegt. Nicht selten werden Schweizer Spezialitäten zubereitet, um die Gäste auf den Geschmack des Landes zu bringen.

Fehler gefunden?Jetzt melden.