Aktualisiert

Spektakuläre AufnahmenSo nah waren Sie noch nie an einer Lawine dran

Ein Lawinenradarsystem überwacht die Strasse nach Zermatt. Am Montag hielt eine der Kameras den Niedergang der Schneemassen aus nächster Nähe fest.

von
duf

In Zermatt hielt die Kamera einer Lawinenüberwachungsanlage den Aufprall einer Lawine fest. (Video: Tamedia/Geopraevent)

Ein Lawinenradar filmte am Montagmittag, wie eine Lawine zwischen Täsch und Zermatt niederging. Auf dem Video sieht man, wie zuerst nur kleine, dann immer massivere Schneemassen ins Tal donnern und die Kamera schliesslich unter sich begraben.

Installiert hat die Kamera das Zürcher Start-up Geopraevent. Sie gehört zu einem 2015 installierten Lawinenradar, der eine Reichweite von über zwei Kilometern hat. Stellt das Überwachungssystem eine Lawinenaktivität fest, werden die umliegenden Strassen automatisch gesperrt.

Kamera nicht beschädigt

Dank der Kameras können die Behörden überprüfen, ob die Schneemassen bis auf die Strasse gelangt sind und diese je nach Fall gleich wieder freigeben.

Laut Geschäftsführer Lorenz Meier war es das erste Mal, dass eine Lawine bis zum Standort der Kamera niederging. «Die Strasse von Täsch nach Zermatt war aber ohnehin bereits gesperrt.» Die Kamera sei irgendwo im Schnee begraben, aber noch intakt, so Meier. Sobald sich die Situation beruhigt habe, werde man die Kamera wieder aufstellen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.