Aktualisiert 22.04.2014 20:02

William und Kate im OutbackSo posierten schon Prinz Charles und Lady Diana

Bei 33 Grad haben die britischen Royals den riesigen Sandsteinberg Uluru im australischen Outback besucht und wurden dabei von den Ureinwohnern beschenkt.

Ein Bild auf Papier aus Tier-Kot – mit diesem Präsent haben australische Ureinwohner Prinz William und seine Frau Kate am Dienstag überrascht. Die britischen Royals waren in Zentralaustralien, an dem riesigen Sandsteinberg Uluru, früher Ayers Rock genannt.

Die Herstellung des Papiers gehe auf eine uralte Tradition zurück, erläuterten Vertreter des Aborigine-Volkes der Anangu den Gästen. Verwendet werden die Hinterlassenschaften des Zottel-Hasenkängurus dafür, das einst die Weiten der australischen Wüste bevölkerte, aber heute fast ausgestorben ist.

Ein Schutzprogramm hilft jetzt, die Population wieder aufzubauen. Das Bild wurde im traditionellen Pünktchen-Stil von Barbara Tjikatu und Familienmitgliedern gemalt. Es passe prima in das Kinderzimmer von George, meinte Barbaras Tochter Bessie Nipper. Das Baby war mit seinem Kindermädchen in Canberra geblieben.

William, die Nummer zwei der britischen Thronfolge, war 1983 schon einmal am Uluru, als Baby, mit seinen Eltern Prinzessin Diana und Prinz Charles. Nun posierte er gemeinsam mit Kate wie damals seine Eltern vor dem riesigen Felsen.

Elegant gekleidet trotz Hitze

Prinz William bekam zudem einen zwei Meter langen Jagdspeer, Kate ein handgemaltes Armband und anderen Schmuck. Kate erschien in der Hitze des Outbacks bei 33 Grad in einem eleganten fliederfarbenen Kleid, William in Freizeithemd und -hose.

Die Hitze, die Fliegen, die gleissende Sonne setzten Kate und Kleid allerdings zu: Sie zog sich für ihre Nachmittagsprogramm um und erschien in einem hellen Sommerkleid. William und Kate besuchten ausserdem das Tourismus-Trainingszentrum für Aborigines in Yulara. Sie händigten dort Zeugnisse aus. Ansonsten stand Tourismus auf dem Programm der Royals.

Nacht im Luxus-Zelt

Sammy Wilson von den Anangu wollte mit den beiden zum Uluru spazieren, der den Aborigines heilig ist. Dort wollte er ihnen die Traumgeschichten erzählen, die die Ureinwohner mit der 374 Meter hohen Erhebung verbinden. Er spricht Pitjantjatjara und braucht einen Übersetzer für das Englische.

«Sie sind ein besonderes Paar, aus einer besonderen Familie, die an einen besonderen Platz gekommen sind», sagte Wilson der Nachrichtenagentur AAP vorher. Die Nacht wollte das Prinzenpaar in einem Luxuszelt verbringen, mit Blick auf den Uluru. (sda)

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