«Er ist wieder da»: So reagieren Passanten auf Hitler-Double
Aktualisiert

«Er ist wieder da»So reagieren Passanten auf Hitler-Double

Schauspieler Oliver Masucci begegnet in der Verfilmung des Bestsellers «Er ist wieder da» als Hitler verkleidet den Menschen Deutschlands. Dabei verging ihm oft das Lachen.

von
kko

(Quelle: Youtube/Tagesschau)

Vier Wochen lang reisten die Macher der Bestseller-Verfilmung «Er ist wieder da» quer durch Deutschland, wo Regisseur David Wnendt Schauspieler Oliver Masucci in voller Montur als Hitler-Double mit den Menschen von der Strasse sprechen liess.

Daraus sind 380 Stunden Filmmaterial entstanden, ein Teil davon ist nun als Doku-Block im Film zu sehen. Er zeigt, wie das Deutschland von heute einen Hitler erneut aufnimmt, wie es sich von ihm wohlig aus der «Volksseele» sprechen lässt: Vorurteile, Fremdenhass und Politikverdrossenheit sprudeln nur so heraus.

Umarmung für Hitler

Ein Zusammenschnitt der deutschen «Tagesschau» (siehe Video) zeigt einige der dokumentarischen Szenen. Eine junge Frau will die Hitler-Figur umarmen, eine Touristin schmeichelt ihr mit «Love Hitler», eine Gruppe deutscher Fussballfans lässt sich vom verkleideten Schauspieler dazu anstacheln, einen vermeintlichen Punk (ein bestellter Schauspieler) mit Gewalt anzugehen.

Natürlich habe er da provoziert, um zu schauen, ob eine solche Situation überhaupt eskalieren könne, ob sein Aufstacheln Wirkung zeige – «und leider hat das funktioniert», so Masucci. Die Leute hätten die Kameras, die stets dabei waren, sehr schnell vergessen.

«Wie kann es sein, dass so viele Leute so positiv reagieren?»

Der Zuschauer weiss im Film oft nicht, was echt ist und was inszeniert. Doch wenn irgendwo der Spruch noch passt vom Lachen, das einem im Hals stecken bleibt, dann bei dieser Satire.

«Mir war wichtig, die Realität in den Film zu holen, um etwas über unsere heutige Gesellschaft auszusagen», sagt Regisseur Wnendt. Am Ende habe er sich gefragt, «wie es sein kann, dass so viele Leute so positiv reagieren auf Hitler, ihn so annehmen», sagt er in der «Tagesschau».

Schauspieler Masucci zieht den Schluss, dass Deutschland auf seine Demokratie aufpassen muss. (kko/sda)

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