Aktualisiert

«Falscher Ehrgeiz»So reagieren Yakin und Co. auf den Goalie-Eklat

Im Ligacup-Final zwischen Chelsea und Manchester City kam es zur Farce. Wir haben Fussballtrainer gefragt, wie sie mit der Situation umgegangen wären.

von
Erik Hasselberg
Fabian Sangines
Eva Tedesco

Maurizio Sarri traut seinen Augen kaum. Es läuft die letzte Minute in der Verlängerung des Ligacup-Finals. Chelseas Trainer möchte seinen Goalie, den 24-jährigen Kepa Arrizabalaga Revuelta, vor dem Penaltyschiessen auswechseln. Ersatztorhüter «Willy» Daniel Caballero, ein ausgewiesener Penaltykiller, steht an der Seitenlinie bereit, nachdem Kepa wenige Minuten zuvor wegen Krampferscheinungen gepflegt werden musste. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Der Torhüter weigert sich vehement gegen seine Auswechslung. Über mehrere Minuten zieht sich das Theater hin. Auch der Abwehrspieler David Luiz kann seinen Torhüter nicht zum Gehen überreden. Sarri an der Seitenlinie verwirft die Hände und tobt, ist scheinbar sogar kurz davor, das Stadion zu verlassen.

Chelsea-Goalie lässt sich nicht auswechseln

Chelsea-Trainer Maurizio Sarri versucht, den Goalie Kepa Arrizabalaga für Willy Caballero einzuwechseln, aber Kepa weigert sich standhaft. (Video: Twitter/Sky Sports)

Chelsea-Trainer Maurizio Sarri versucht, den Goalie Willy Caballero für Kepa Arrizabalaga einzuwechseln, aber Kepa weigert sich, den Platz zu verlassen. (Video: Twitter/Sky Sports)

Am Tag danach sprechen zumindest in den Medien alle von einem grossen Missverständnis. Dennoch scheint Kepa seinen bereits angezählten Trainer in aller Öffentlichkeit diskreditiert und lächerlich gemacht zu haben.

Wie geht man als Trainer mit so einer Situation um? Welche Konsequenzen zieht so ein Verhalten für alle Beteiligten nach sich? Und wie glaubwürdig sind die gelieferten Erklärungen? Wir haben bei vier aktuellen und ehemaligen Trainern nachgefragt.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.