«Mir wänn das nid!» - So reagiert das Netz auf die Ausbootung von David Degen
Aktualisiert

«Mir wänn das nid!»So reagiert das Netz auf die Ausbootung von David Degen

Bernhard Burgener will den FC Basel nicht an David Degen, sondern die Dream & Vision AG verkaufen. Fans reagieren entrüstet.

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Ist David Degen ausgebootet worden? 

Ist David Degen ausgebootet worden?

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Der FC Basel teilt am Montag nach einer Verwaltungsratssitzung mit, dass die Holding AG nicht an David Degen verkauft wird. 

Der FC Basel teilt am Montag nach einer Verwaltungsratssitzung mit, dass die Holding AG nicht an David Degen verkauft wird.

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Er zwingt den Ex-FCB-Star zum Verkauf seiner Aktien.

Er zwingt den Ex-FCB-Star zum Verkauf seiner Aktien.

Benjamin Soland/Blick/freshfocus

Darum gehts

  • Der Machtkampf beim FC Basel scheint entschieden, Bernhard Burgener ruft sich als Sieger aus.

  • Im Internet herrscht unter dem Hashtag #rotblaulive viel Frust.

  • Die Fans haben genug vom Chaos und finden es nur noch «peinlich».

«Die drümligen Herren haben den FCB um seinen sportlichen Erfolg gebracht und verkaufen jetzt auch noch seine Seele. Sowas Trauriges hat rotblau schlicht nicht verdient», schreibt ein User auf Twitter. Am Montagnachmittag war bekannt geworden, dass David Degen von seinem Vorkaufsrecht zunächst nicht Gebrauch machen und den FC Basel nicht übernehmen kann. Stattdessen zwingt ihn Bernhard Burgener zum Verkauf seiner Aktien, damit er diese gemeinsam mit den eigenen Anteilen an die Dream & Vision AG übertragen kann. Diese neue Gesellschaft wird wiederum von Burgener selbst sowie von der britischen Investmentgesellschaft Centricus gehalten. Noch kann dieser Vorgang aber nicht über die Bühne gehen. Nach der von Degen angestrengten superprovisorischen Verfügung des Basler Zivilgerichts dürfen nämlich keine FCB-Holding-Aktien an die Basel Dream & Vision übertragen werden.

Am späteren Nachmittag folgte die Reaktion aus dem Team Degen. Sein Berater Dani Büchi sagt dazu: «David Degen hat das ihm gewährte Vorkaufsrecht rechtskonform ausgeübt. Dieses gilt nach wie vor und David Degen hält daran fest. Er hat einen Anspruch auf die Aktien von Bernhard Burgener.»

«Am Schluss nur Verlierer»

Die Twitter-User blicken derweil in diesem Wirrwarr nicht mehr durch. Unter dem Hashtag #rotblaulive herrscht viel Frust. Ein Fan fragt sich beispielsweise, wo er seine Jahreskarte zurückgeben könne. Ein anderer erinnert an den Tag vor acht Jahren, als der FC Basel ins Halbfinal der Europa League einzog. Der Fan schreibt: «Fast hätte ich es vergessen. Vor acht Jahren und einem Tag, am 11. April 2013, zieht der @FCBasel1893 gegen die @SpursOfficial ins Halbfinale der Europa League ein. Das war ein unglaubliches Spiel.»

Dass im Machtkampf zwischen Burgener und Degen mit dem heutigen Tag das letzte Wort gesprochen ist, bezweifeln viele. Wer einen Blick auf Social Media wirft, merkt: Die Fans haben langsam aber sicher genug. «Mir wänn das nid!», schreibt ein Twitter-User. Ein anderer meint: «Es ist traurig wie bei allen Konflikten. Am Schluss nur Verlierer.»

Viele fragen sich auch, was es mit dem «Drag-Along-Recht» auf sich hat, das Burgener juristisch vertraglich zusteht und das gemäss ausdrücklicher Bestimmung im Aktionärbindungsvertrag dem Vorkaufsrecht Degens vorgeht. Ein User setzt es auf jeden Fall mit der Tatsache gleich, dass aufgrund dieses Rechts Burgener den Verein in den Abgrund ziehe.

In Anlehnung an die Herkunft der Investmentgesellschaft Centricus verbreitet sich auf Social Media bereits auch ein neues Logo des FC Basel. Ebenso wird gefragt, weshalb die Firma Dream & Vision und nicht Schall & Rauch heisse. Und mehrere Walliser Twitter-Nutzer haben Angst, dass der FCB dem FC Sion Konkurrenz macht. «Hallo @FCBasel1893. Es reicht jetzt. Der Chaosclub der Schweiz ist der #FCSion. Wir haben das über Jahre nachhaltig aufgebaut! Da könnt ihr jetzt nicht einfach so daherkommen und sagen, wir übernehmen das. SO NICHT !!», schreibt beispielsweise ein User.

Nur noch «peinlich»

Auch die Leserinnen und Leser von 20 Minuten reagierten auf die Meldung des Nicht-Verkaufs an Degen. Während sich manche fragen, ob der Degen «zum Wohle des FCB beitragen könnte», wollen andere endlich ihren Sport zurück. Die Machtspiele seien nur noch «peinlich». Das, was bei FC Basel gerade passiere, toppe «sogar die Eskapaden von einem Walliser Verein».

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(erh/nih)

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