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«Untergang in der Postmoderne»So reagiert das Netz auf Donald Trumps Twitter-Sperre

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat das Konto von US-Präsident Donald Trump dauerhaft gesperrt. Auf Social Media finden sich spöttische, humorvolle und wütende Kommentare.

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Die Anhänger von Donald Trump seien «vom Präsidenten provoziert» worden, das Capitol zu stürmen, sagte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Dienstag.

Die Anhänger von Donald Trump seien «vom Präsidenten provoziert» worden, das Capitol zu stürmen, sagte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Dienstag.

Reuters
Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Nation gewandt. «Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe», sagte Trump in einer gut fünfminütigen Videobotschaft.

Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Nation gewandt. «Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe», sagte Trump in einer gut fünfminütigen Videobotschaft.

AFP
Die Stadt New York löst alle Verträge mit der Trump Organization auf.

Die Stadt New York löst alle Verträge mit der Trump Organization auf.

Getty

Darum gehts

  • Twitter sperrt Donald Trumps Konto zwei Tage nach dem Sturm auf das Capitol dauerhaft.

  • Grund sei ein «Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt».

  • Viele User reagieren mit Spott und Humor auf die Sperre – es sind aber auch wütende Kommentare zu finden.

Donald Trump nutzt sein Twitter-Konto seit Jahren als Sprachrohr für politische Bekanntgaben, Attacken auf Gegner und Lobeshymnen auf Verbündete und sich selbst. Das war einmal. Twitter hat ihn nach der Gewalteskalation im Capitol ausgesperrt. Im Netz fallen die Reaktionen mehrheitlich positiv bis spöttisch aus. Vom «Untergang in der Postmoderne» ist beispielsweise die Rede.

Nicht wenige User halten die Sperre durch Twitter für überfällig – und reagieren unter #TrumpBanned mit entsprechenden Memes und Kommentaren.

Donald Trumps Umfeld allerdings reagiert mit heftiger Kritik auf den Twitter-Entscheid. «Widerlich», nannte ein Berater des Präsidenten die Sperre. Und Trumps Sohn Donald Trump Jr. schrieb: «Redefreiheit existiert nicht mehr in Amerika. Sie starb mit den grossen Tech-Unternehmen, und was übrig ist, ist nur noch für ein paar Auserwählte da. Das ist absoluter Irrsinn!»

Was der abgewählte Präsident ohne sein wichtigstes Kommunikationsmittel nun tut? Auch dafür haben die Twitter-User Ideen.

(dpa/scl)

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