Aargau: So reagiert der Kanton Aargau auf die Strom-Mangellage im Winter

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AargauSo reagiert der Kanton Aargau auf die Strom-Mangellage im Winter

An einer Pressekonferenz hat der Kanton Aargau am Donnerstag darüber informiert, wie man für eine allfällige Strom-Mangellage gewappnet ist.

von
Lynn Sachs
Yann Bartal
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Der Regierungsrat unterstützt die Installation eines mobilen und zeitlich befristeten Reservekraftwerks in Birr. 

Der Regierungsrat unterstützt die Installation eines mobilen und zeitlich befristeten Reservekraftwerks in Birr. 

20min/Ela Çelik
Der Regierungsrat informierte über die getroffenen und geplanten Massnahmen bei einer drohenden Strom-Mangellage.

Der Regierungsrat informierte über die getroffenen und geplanten Massnahmen bei einer drohenden Strom-Mangellage.

Screenshot
«Aktuell ist die Versorgung der Schweiz mit Gas und Strom sichergestellt», betont Regierungsrat Stephan Attiger.

«Aktuell ist die Versorgung der Schweiz mit Gas und Strom sichergestellt», betont Regierungsrat Stephan Attiger.

20min/Taddeo Cerletti

An einer Medienveranstaltung am Donnerstag teilte der Kanton Aargau mit, wie man sich auf eine mögliche Strom-Mangellage vorbereitet. «Aktuell ist die Versorgung der Schweiz mit Gas und Strom sichergestellt», betont Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). «Gleichwohl müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen und im Hinblick auf das bevorstehende Winterhalbjahr Vorkehrungen für den Fall einer Strom- und Gas-Mangellage treffen.»

Neben allgemeinen Sparmassnahmen unterstützt der Regierungsrat die Installation eines mobilen und zeitlich befristeten Reservekraftwerks in Birr. Der Einsatz des öl- oder gasbetriebenen Kraftwerks sei jedoch auf ein Minimum zu beschränken und andere, stufengerechte Energiespar-Massnahmen seien vordringlich auszuschöpfen. Da der Standort in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet sei, müsse die Anlage in Birr so gebaut und betrieben werden, dass möglichst wenig Immissionen (Lärm, Luft) entstehen und der Schutz von Bevölkerung und Umwelt jederzeit gewährleistet sei. Das Reservekraftwerk soll nur im Notfall zum Einsatz kommen. «Aber wenn es gebaut wird, dann können wir nicht ausschliessen, dass es auch genutzt wird», so Attiger.

Sofortmassnahmen im Aargau

Zudem ergreift der Kanton für die Kantonsverwaltung und für die vom Kanton angemieteten Liegenschaften folgende Sofortmassnahmen: Die Reduktion von Raum- und Wassertemperaturen, die Abschaltung von nicht sicherheitsrelevanten Aussenbeleuchtungen sowie allgemeine, grundsätzliche Energiesparmassnahmen wie das Abschalten von nicht zwingend benötigten Apparaten und Anlagen oder das Verbot von Elektroheizgeräten und komfortorientierten Raumklimatisierungen.

Offene Fragen und Klärungsbedarf gebe es für den Kanton noch bezüglich wie im kommenden Winter die Situation für die Weihnachtsmärkte, öffentlichen und privaten Weihnachtsbeleuchtungen sowie Strassenbeleuchtungen sein wird. Wichtig sei dabei, dass kein Flickenteppich an Massnahmen entsteht, heisst es an der Pressekonferenz. Der Kanton prüfe diesbezüglich zusammen mit den Gemeinden Empfehlungen und erarbeite einen Leitfaden mit stufengerechten Massnahmen. «Es werden aber keine Weihnachtsmärkte verboten», versichert Maurus Büsser, Generalsekretär Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

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