«Fussball und Nazis passen nicht zusammen»: So reagiert Dortmund auf den Erfolg der AfD
Aktualisiert

«Fussball und Nazis passen nicht zusammen»So reagiert Dortmund auf den Erfolg der AfD

Kurz nach Bekanntgabe der Ergebnisse der deutschen Bundestagswahl distanziert sich der Bundesliga-Leader mit einer Botschaft strikt von nationalsozialistischem Gedankengut.

<i>Der Anti-Nazi-Clip des BVB. (Video: Tamedia/Borussia Dortmund)</i>

Wenige Stunden nach dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag hat sich Borussia Dortmund mit einer Videobotschaft deutlich von der rechtspopulistischen Partei distanziert.

«Fussball und Nazis passen einfach nicht zusammen» – unter diesem Motto veröffentlichte der aktuelle Spitzenreiter der Bundesliga über die sozialen Netzwerke einen rund einminütigen Videoclip.

In dem rund einminütigen Videoclip sieht man eine Horde Neonazis, die sich auf einem Bolzplatz beim Fussballspielen versucht und dabei eine erbärmliche Figur abgibt. Der Klamauk endet am Ende des Clips, indem der aktuelle Leader der Bundesliga ein klares Statement gegen rechts setzt: «Fussball und Nazis passen einfach nicht zusammen. Borussia verbindet. Gemeinsam gegen Rassismus.»

Wahlhilfe in der Stadt

Borussia Dortmund hatte den Clip bereits vor drei Jahren zum Start einer Anti-Rassismus-Kampagne produziert. Die Grossstadt Dortmund galt bis vor Kurzem als ein Hot-Spot der Rechtsextremen Szene; der Club hatte immer wieder mit rechten Gruppierungen in der eigenen Fanszene zu kämpfen.

Bereits vor der Bundestagswahl vom Sonntag hatte der Champions-League-Teilnehmer in ganz Dortmund verschiedene Poster im Wahlplakat-Look (im Bild unten mit dem Schweizer Goalie Roman Bürki) verteilt und die Fans damit zum Wählen aufgefordert.

St. Pauli wirbt für Toleranz

Auch der Zweitligist FC St. Pauli reagierte kurz nach der Wahl. «Jetzt erst recht! Für Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft. Kein Fussbreit den Faschisten», schrieb der Club aus Hamburg auf Twitter.

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