Aktualisiert 08.12.2011 17:44

Neue Studie

So reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko um 40 Prozent

Nur wenige Dinge gilt es zu beachten, wenn man das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich senken will. Das besagt eine Studie des britischen Krebsforschungs-Instituts.

von
rre

Der Krebs ist eine der grössten Geisseln unserer Gegenwart. Obwohl die Medizin der bedrohlichen Erkrankung ein breites Spektrum unterschiedlichster Medikamente, Operationsmethoden und radiologischer Therapien entgegenzusetzen weiss, gewinnt nicht jeder den Kampf gegen das Leiden.

Bereits im Jahr 2008 prognostizierte die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass der Krebs in den kommenden Jahren die weltweit häufigste Todesursache sein werde. Zuvor belegten Herz-Kreislauf-Erkrankungen den ersten Platz.

Zigaretten, Alkohol, Übergewicht

Doch es gibt Hoffnung: Darf man einer neuen Studie von Cancer Research UK (britisches Krebsforschungs-Institut) Glauben schenken, so sind wir Karzinomen, Sarkomen und Hämoblastosen nicht völlig hilflos ausgeliefert. Den Resultaten der Analyse zufolge lässt sich das Krebsrisiko um etwa 40 Prozent (bei Männern sind es sogar 45 Prozent) senken, vorausgesetzt, man lebt einigermassen gesund. Diese Werte decken sich im Grossen und Ganzen mit den in der Schweiz ermittelten: «Im Rahmen des nationalen Krebsprogramms für die Schweiz von 2011 bis 2015 gehen wir davon aus, dass 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch entsprechende Lebensweise vermeidbar sind», bestätigt Ursula Zybach, Leiterin Prävention Krebsliga Schweiz gegenüber 20 Minuten Online.

Zu den Säulen einer präventiven Lebensweise gehören - und das dürfte wohl niemanden überraschen - wenig bzw. nicht rauchen, kaum Alkohol trinken und ein «normales» Körpergewicht haben.

Übergewicht und Brustkrebs

Von allen genannten Risikofaktoren steht das Rauchen an erster Stelle. Der im britischen Guardian veröffentlichten Studie zufolge gehen 23 Prozent aller Krebsfälle bei Männern auf das Konto des Zigarettenkonsums, bei Frauen sind es immerhin 15,6 Prozent.

Ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko haben Frauen, die nicht auf eine ausgewogene Ernährung (reich an Ballaststoffen, Gemüse und Früchten) achten und zudem einige Pfunde zu viel auf die Waage bringen. Sie machen 9,2 Prozent aller Krebserkrankungen aus.

Frauen nach der Menopause besonders gefährdet

Grundsätzlich stellt das Übergewicht einen nennenswerten Faktor bei der Entstehung von Krebs dar: 5,5 Prozent aller in Grossbritannien gemeldeten Krebs-Patienten sind aufgrund ihrer übermässigen Leibesfülle erkrankt (6,9 Prozent der Frauen, 4,1 Prozent der Männer). Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist auf die hohe Brustkrebs-Rate bei den weiblichen Patienten nach den Wechseljahren zurückzuführen: Hier liegt der Faktor bei den übergewichtigen Frauen bei 80 Prozent.

Dem Alkohol sind 4 Prozent aller Krebserkrankungen zuzuschreiben. 3,5 Prozent sind auf übermässige Sonnenexposition zurückzuführen.

Die Zahlen aus Grossbritannien zeigen: Gute Präventionsarbeit, zu der auch die oben beschriebene Studie zählt, ist wichtig. Dennoch hat der Ständerat heute ein Gesetz abgelehnt, das es ermöglichen sollte, Massnahmen zur Krankheitsvorsorge und Gesundheitsförderung besser zu koordinieren und einzusetzen. Die Vorlage wanderte wieder zurück an den Nationalrat, wie hier nachzulesen ist.

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