Farbig statt Schwarz-Weiss: So sah das damals wirklich aus
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Farbig statt Schwarz-WeissSo sah das damals wirklich aus

Viele dieser Fotos kennen Sie bereits, doch so haben Sie sie noch nie gesehen: Erstmals wurden legendäre Schwarz-Weiss-Bilder koloriert.

von
jcg
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Der britischer Naturforscher Charles Darwin bei sich zu Hause im Down House in der englischen Grafschaft Kent, ca. 1880.

Der britischer Naturforscher Charles Darwin bei sich zu Hause im Down House in der englischen Grafschaft Kent, ca. 1880.

Getty Images/Dan Jones/Marina Amaral
So sah es im legendären Crystal Palace (Kristallpalast) aus, der für die erste Weltausstellung 1851 in London errichtet worden war. 1854 wurde er vom Hyde Park nach Sydenham Hill gezügelt und neu eingerichtet, unter anderem mit Artefakten aus Ägypten.

So sah es im legendären Crystal Palace (Kristallpalast) aus, der für die erste Weltausstellung 1851 in London errichtet worden war. 1854 wurde er vom Hyde Park nach Sydenham Hill gezügelt und neu eingerichtet, unter anderem mit Artefakten aus Ägypten.

Getty Images/Dan Jones/Marina Amaral
Gerade einmal 20 Jahre alt war Lewis Powell, als er am 14. April 1865 den US-Aussenminister William H. Seward mit mehreren Messerstichen schwer verletzte. Er war einer der Mitverschwörer von John Wilkes Booth, der am gleichen Abend im Ford's Theatre in Washington D. C. den US-Präsidenten Abraham Lincoln tödlich verletzte. Hier ist Powell in Haft zu sehen. Am 7. Juli 1865 wurde er gemeinsam mit drei weiteren Verschwörern gehängt.

Gerade einmal 20 Jahre alt war Lewis Powell, als er am 14. April 1865 den US-Aussenminister William H. Seward mit mehreren Messerstichen schwer verletzte. Er war einer der Mitverschwörer von John Wilkes Booth, der am gleichen Abend im Ford's Theatre in Washington D. C. den US-Präsidenten Abraham Lincoln tödlich verletzte. Hier ist Powell in Haft zu sehen. Am 7. Juli 1865 wurde er gemeinsam mit drei weiteren Verschwörern gehängt.

Library of Congress/Dan Jones/Marina Amaral

Wichtige Ereignisse und Personen werden zwar seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Fotografien für die Nachwelt festgehalten. Doch viele Jahrzehnte lang geschah das ausschliesslich schwarz-weiss. Und selbst als die Farbfotografie erfunden war, dauerte es noch einmal mehrere Jahrzehnte, bis sie die Schwarz-Weiss-Fotografie ablöste.

In diesen Jahren entstanden weltberühmte Aufnahmen, denen aber – so eindrücklich sie auch sind – ein entscheidender Aspekt fehlt: die Farbe. Bei 200 historischen Aufnahmen haben der Historiker und Journalist Dan Jones und die Künstlerin Marina Amaral diesen Makel nun behoben. Für ihr Buch «Die Welt von gestern in Farbe» haben sie bedeutende Fotos von 1850 bis 1960 digital koloriert.

Eine neue Dimension

Dabei sind sie akribisch vorgegangen und haben jedes Detail genau recherchiert. Denn «die Originalfarben erkennt man nicht, indem man die Grautöne alter Fotos betrachtet», schreiben die Autoren. Ihre Anstrengungen haben sich gelohnt: Längst bekannte Bilder erhalten plötzlich eine ganz neue Dimension. Man fühlt sich den abgebildeten Ereignissen oder Personen plötzlich viel näher, als das beim Betrachten des schwarz-weissen Originalbildes jemals der Fall war.

Aber sehen Sie selbst. In der Bildstrecke oben haben wir für Sie 20 Aufnahmen aus «Die Welt von gestern in Farbe» zusammengestellt.

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