Zwei Tage abgeschnitten: So sah der Supermarkt in Zermatt nach dem Lawinen-Lockdown aus
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Zwei Tage abgeschnittenSo sah der Supermarkt in Zermatt nach dem Lawinen-Lockdown aus

Seit Samstagmittag verkehren wieder Züge von und nach Zermatt, nachdem das Dorf wegen einer Lawine zwei Tage lang von der Aussenwelt abgeschnitten war.

von
Lukas Hausendorf
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Rotkraut, Stangensellerie, Artischocken und etwas Salat: Am Samstagvormittag war im Frischeregal des Zermatter Coops fast nichts mehr zu holen. Die Gemeinde war seit Donnerstagmorgen von der Aussenwelt abgeschnitten.

Rotkraut, Stangensellerie, Artischocken und etwas Salat: Am Samstagvormittag war im Frischeregal des Zermatter Coops fast nichts mehr zu holen. Die Gemeinde war seit Donnerstagmorgen von der Aussenwelt abgeschnitten.

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Nach zweieinhalb Tagen konnte die Matterhorn-Gotthardbahn den Betrieb am Samstagmittag wieder aufnehmen. Der Andrang der Abreisewilligen war riesig.

Nach zweieinhalb Tagen konnte die Matterhorn-Gotthardbahn den Betrieb am Samstagmittag wieder aufnehmen. Der Andrang der Abreisewilligen war riesig.

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«Hunderte drängen sich und pferchen sich dicht an dicht in die Züge», berichtete eine Leserin, die sich fragt, ob die Massenflucht aus Zermatt der nächste Superspreader-Event wird. «Die Leute verteilen sich jetzt über die ganze Schweiz und ins Ausland.»

«Hunderte drängen sich und pferchen sich dicht an dicht in die Züge», berichtete eine Leserin, die sich fragt, ob die Massenflucht aus Zermatt der nächste Superspreader-Event wird. «Die Leute verteilen sich jetzt über die ganze Schweiz und ins Ausland.»

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Nach einem Lawinen-Niedergang am Donnerstagmorgen war Zermatt bis am Samstagmittag von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Wetterverhältnisse seien so schlecht gewesen, dass auch die Helikopter der Air Zermatt am Boden geblieben sind. Das hat kurrzzeitig zu einem Versorgungsengpass der Tourismusdestination am Fuss des Matterhorns geführt. Am Samstagmorgen waren die Frischwaren in der Coop praktisch ausverkauft. «Es gab nichts mehr zu essen», schrieb ein Leser.

Mit der Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs, setzte um 12 Uhr die grosse Abreise aus Zermatt ein. Am Bahnhof kam es zu einem Gedränge. «Hunderte drängen sich und pferchen sich dicht an dich in die Züge», berichtet eine Leserin, die sich fragt, ob die Massenflucht aus Zermatt der nächste Superspreader-Event wird. «Die Leute verteilen sich jetzt über die ganze Schweiz und ins Ausland.»

Nach Angaben des Zermatter Kurdirektors Daniel Lugger reisten mit den ersten Zügen rund 800 Gäste aus dem Bergdorf ab. «Wir haben zur gestaffelten Abreise aufgerufen», kommentiert er den Grossandrang am Bahnhof. Die Polizei und Covid-Angels seien aber vor Ort gewesen und hätten für die Einhaltung Corona-Regeln gesorgt. Nach dem ersten Run beruhigte sich die Situation am Bahnhof. Bereits am frühen Nachmittag hatte sich die Situation normalisiert.

Erinnerungen an das Schneechaos 2018

Es sind aktuell Corona bedingt auch nicht sehr viele Touristen in Zermatt. Kein Vergleich zum Januar 2018, als Zermatt mehrere Tage abgeschnitten war, nachdem zwei Meter Neuschnee gefallen waren. Es war Hochsaison und 13’000 Touristen sassen fest. Gäste wurden aus- und Lebensmittel eingeflogen. Der Schnee-Lockdown machte weltweit Schlagzeilen und trieb danach die Buchungen in die Höhe. Das wird diesmal anders sein.

So sah es am Samstagmittag vor dem Bahnhof Zermatt aus.

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