Ex-Nati-Stars verraten - So schlagen wir heute Abend die Spanier!
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Ex-Nati-Stars verratenSo schlagen wir heute Abend die Spanier!

Vor dem Viertelfinal-Knüller gegen Spanien hat 20 Minuten bei zahlreichen ehemaligen Nationalspielern und anderen bekannten Namen aus der Fussballwelt nachgefragt, was es am Abend braucht, um den nächsten Favoriten zu packen.

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Ressort Sport
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Stéphan Chapuisat sieht die Nati im Penaltyschiessen. 

Stéphan Chapuisat sieht die Nati im Penaltyschiessen.

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Pascal Zuberbuehler zweifelt an der spanischen Abwehr. 

Pascal Zuberbuehler zweifelt an der spanischen Abwehr.

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Marco Streller hofft auf die gleiche Leidenschaft wie gegen Frankreich. 

Marco Streller hofft auf die gleiche Leidenschaft wie gegen Frankreich.

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Darum gehts

  • Die Nati trifft im Viertelfinal auf Spanien.

  • Wir haben bei Nati-Grössen nachgefragt, was es braucht, um gegen die Furja Roja zu gewinnen.

  • Auch wie Xhaka ersetzt wird, ist ein grosses Thema.

Stéphan Chapuisat (102 Länderspiele, 1989 – 2004)

Das ist das grösste Spiel in der Geschichte der Nati. Die Nati hat das gegen Frankreich super gemacht, jetzt braucht es gegen Spanien nochmals etwas mehr. Der Gegner will viel Ballbesitz haben, darum müssen wir schauen, dass wir den Ball möglichst lange in unseren Reihen haben. Die grosse Stärke unserer Nati ist der Teamgeist, den sie seit mehreren Jahren aufgebaut hat. Ich traue ihr ein 1:1 zu und im Penaltytschiessen klappt es dann vielleicht erneut gegen einen ganz Grossen.

Pascal Zuberbühler (51 Länderspiele, 1994 – 2008)

Wir müssen mit mehr Überzeugung und Leidenschaft auf den Platz als der Gegner. Das hat die Nati bereits gegen Frankreich gezeigt. Das Team hat einen fantastischen Zusammenhalt. Im Achtelfinal haben die Spieler von der Bank die Wende gebracht. Stark, wie Fassnacht vor beiden Treffern den Ball eroberte. Gegen Spanien muss jeder einzelne über sich hinauswachsen. Eine Chance ist die spanische Defensive, die gar nicht sattelfest ist. Dort fehlt ihnen ein richtiger Abwehrpatron.

Benjamin Huggel (41 Länderspiele, 2003 – 2010)

Ich sehe es so, dass die Schweiz sicher Chancen hat, aus einer leichten Aussenseiterposition. Die Nati ist auch stark, aber trotz allem sind die Spanier auf dem Papier ein bisschen stärker. Die Spanier wollen viel im Ballbesitz sein und bleiben. Sie wollen das Spiel diktieren, diesen Kampf muss die Schweiz annehmen und selber spielerische Akzente setzen. Mit guter Effizienz und Wettkampfglück kann es zu einer weiteren Sensation kommen. Bei den Spaniern sehe ich eine Schwächung, da die Mannschaft defensiv nicht so stark ist. Ihnen fehlt auch der Captain Sergio Ramos. Die Mannschaft ist gut, hat aber auch Schwächen. Die Stärken der Nati sind, dass sie immer an ihrem Plan festhalten, das Spiel bestimmen und ihr Spiel dem Gegner aufzwingen wollen. Wenn das mit vollster Hingabe und Leidenschaft durchgeführt wird, ist die Schweiz eine sehr gefährliche Mannschaft.

Johan Djourou (76 Länderspiele, 2006 – 2018)

Ich denke, es wird wie gegen Italien und Frankreich wichtig sein, dass die Schweiz nicht zu hoch verteidigt. Die Spanier haben viele gute und auch schnelle Spieler. Spanien hat zwar nicht so viele grosse Stars wie Frankreich, es ist aber trotzdem ein sehr gutes Team mit sehr vielen Qualitäten. Von der Nations League kennt die Nati die Mannschaft. Bereits damals hat die Schweiz gezeigt, dass sie mit Spanien mithalten kann. Was für die Nati spricht? Der Sieg gegen Frankreich. Der gibt viel Selbstvertrauen und Energie. Diese beiden Dinge muss die Nati als Motor verwenden. Und natürlich muss sie gut verteidigen. Die Schweiz kann das Spiel gewinnen, das ist klar. Ich tippe auf einen 2:1-Sieg der Nati.

Marco Streller (37 Länderspiele, 2003 – 2011)

Es braucht die gleiche leidenschaftliche Leistung wie gegen Frankreich. Diese Mannschaft glaubt an sich. Es wird Phasen im Spiel geben, in der die Schweizer leiden werden müssen. Spanien spielt mit viel Ballbesitz, da muss man als Gegner viel laufen. Diese Spielweise eröffnet der Nati aber auch Räume für Spieler wie Zuber oder Embolo. Wichtig ist, dass die Nati mutig spielt. Weil Xhaka fehlt, muss jeder nochmals eine kleine Schippe drauflegen. Ich fiebere dem Spiel extrem entgegen. Ich tippe auf ein 2:1 für die Schweiz, der Traum wird weitergehen!

Milaim Rama (7 Länderspiele, 2003 – 2004)

Wenn ein Sieg gegen Frankreich möglich ist, wieso nicht auch ein Sieg gegen Spanien. Wir haben sie ja schon 2010 an der WM geschlagen. Nach dem Frankreich-Spiel haben sich Petkovic und sein Team sicher viele Gedanken darüber gemacht, wie sie Xhaka ersetzen sollen. Ich glaube, dass derjenige, der für Xhaka reinkommt, jetzt schon auf seinen Einsatz brennt. Egal, wer rein kommt – ein Weiterkommen ist nur mit einer ähnlich starken Gemeinschaftsleistung wie gegen Frankreich möglich. Mein Tipp ist ein 2:1 für die Schweiz und damit ein Halbfinaleinzug unserer Nati.

Adrian Knup (49 Länderspiele, 1989 – 1996)

Das was diese Schweizer Mannschaft ausmacht, ist der Glaube an sich selbst. Im Achtelfinal hat man trotz 1:3-Rückstand immer noch ans Weiterkommen geglaubt und die Einwechselspieler haben nochmals frischen Wind reingebracht. Mit diesem Glauben gepaart mit der individuellen Qualität, die diese Mannschaft hat, kann man viel erreichen. Auch wenn mit Spanien ein schwieriger Gegner wartet, im Fussball ist immer alles möglich.

Steve von Bergen (50 Länderspiele, 2006 – 2016)

Viele Leute haben der Nati keinen Sieg gegen Frankreich zugetraut. Das Team selber hat aber immer an sich geglaubt. Gegen Frankreich hat die Schweiz unglaublich viel Herz und Leidenschaft gezeigt. Das braucht es jetzt auch gegen Spanien. Die Spanier werden die Schweiz aber nicht mehr unterschätzen, nachdem was mit Frankreich passiert ist. Ich glaube, das Spiel geht wieder ins Penaltyschiessen. Dort brauchen wir wieder einen überragenden Goalie Yann Sommer.

Riola Xhemaili (Nati-Spielerin, SC Freiburg)

Ich sage, die Schweiz gewinnt mit 3:1. Für die Nati spricht die Mentalität, sie ist voll auf dem EM-Trip. Der Sieg gegen Frankreich hat gezeigt, dass die Schweiz auch gegen grosse Mannschaften gewinnen kann. Gegen Spanien wird sie das erneut beweisen.

Oliver Buff (U-17-Weltmeister, Selangor FC)

In Malaysia sind die EM-Spiele um Mitternacht und um 3 Uhr am Morgen. Für das Spiel gegen Frankreich habe ich eine Freinacht gemacht (lacht). Aber das hat sich sehr gelohnt. Ich glaube, wenn die Nati mit dem Lauf, den sie seit dem Sieg hat und mit der gleichen Entschlossenheit und Effizienz wie gegen Frankreich ins Spiel geht, kommt das gut. Klar, ein wenig Wettkampfglück benötigt sie auch noch. Die Jungs spielen alle bei europäischen Topclubs, das darf man nicht vergessen. Ich kenne die meisten persönlich und ich kann dir sagen: Die haben alle eine mega Mentalität! In den letzten Jahren ist die Nati immer ein wenig unterschätzt worden, man war teils zu kritisch mit ihr. Die Schweiz wird in der Verlängerung gewinnen. Aber ja, das Spiel wird schwieriger. Die Spanier werden heiss sein und jeder Spieler wird mitarbeiten. Im Kollektiv werden sie sicherlich besser verteidigen als die Franzosen.

Davide Callà (25 U-21-Länderspiele)

Das Momentum spricht für die Nati! Aktuell schweben die Spieler auf Wolke sieben. Wenn die Spanier nicht ihren besten Tag einziehen, dann liegt etwas drin. Die Schweiz gewinnt, wenn sie ausserordentlich gut verteidigt, schnell kontert und ihre wenigen Chancen eiskalt nützt. Ich tippe auf ein ganz, ganz enges Spiel und glaube, es wird in die Verlängerung gehen. Ein Penaltyschiessen wird es aber nicht erneut geben.

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