Weltraum: So schön war der Blutmond
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WeltraumSo schön war der Blutmond

Die heutige Mondfinsternis liess den Erdtrabanten in vielen Gegenden der Welt blutrot erscheinen. Das Spektakel wird sich bis im Herbst 2015 noch dreimal wiederholen.

von
jcg

Manche mögen es als göttliches Zeichen werten, für andere ist es trockene Wissenschaft. Tatsache ist, dass es bis am 28. September 2015 viermal zu einer totalen Mondfinsternis kommt. Von einer Mondfinsternis spricht man, wenn der Mond nicht mehr vollständig von der Sonne angestrahlt wird. Er befindet sich dann im Kernschatten der Erde. Heute morgen verdunkelte sich der Mond ein erstes Mal. Da das Ereignis bei uns tagsüber stattfand, war es in Europa nicht zu beobachten. In Nord- und Südamerika sowie im pazifischen Raum erlebten Millionen von Himmelsguckern einen gespenstisch rot leuchtenden Mond.

Von einem Blutmond spricht man, weil durch die Lichtbrechung der Erdatmosphäre trotz der totalen Finsternis einige Lichtstrahlen den Mond erreichen. Vor allem die roten Anteile des gebrochenen Lichts gelangen auf die Oberfläche des Himmelgestirns. Dadurch erscheint der Mond in rotes Licht getaucht.

Vier Blutmonde hintereinander, eine sogenannte Blutmond-Tetrade, gab es in den letzten 500 Jahren nur drei Mal. Verschiedene Kulturen verbinden mit dem Blutmond verschiedene Legenden. Christen sehen in ihm nicht nur ein Zeichen für den Weltuntergang, sondern auch für die Wiederkehr Christi.

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