Kanton Uri: So schön zeigte sich das Reussdelta nach dem Jahrzehnt-Unwetter
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Kanton UriSo schön zeigte sich das Reussdelta nach dem Jahrzehnt-Unwetter

Uri wurde am Wochenende von Hochwasserschäden verschont, obwohl es extrem viel Niederschlag gab. Denn das Anti-Hochwasser-Konzept funktioniert, heisst es beim Kanton.

von
Martin Messmer
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Stahlblauer Himmel nach dem grossen Regen in Uri: In der Nacht auf Samstag führte die Reuss dort so viel Wasser wie seit 33 Jahren nicht mehr. Am Samstagnachmittag entstand dieses Bild, als die Baudirektion des Kantons mit einem Helikopter Kontrollflüge durchführte.

Stahlblauer Himmel nach dem grossen Regen in Uri: In der Nacht auf Samstag führte die Reuss dort so viel Wasser wie seit 33 Jahren nicht mehr. Am Samstagnachmittag entstand dieses Bild, als die Baudirektion des Kantons mit einem Helikopter Kontrollflüge durchführte.

Bild Baudirektion Uri
Die Reuss führte einiges Schwemmholz ins Delta.

Die Reuss führte einiges Schwemmholz ins Delta.

Baudirektion Uri
So präsentierte sich die Situation in Andermatt nach dem Unwetter.

So präsentierte sich die Situation in Andermatt nach dem Unwetter.

Baudirektion Uri

Darum geht es

  • Die Reuss in Uri führte am Wochenende so viel Wasser wie seit dem Hochwasser 1987 nicht mehr.
  • «Die nach dem Hochwasser 1987 und 2005 umgesetzten Hochwasserschutzmassnahmen haben den Härtestet erfolgreich bestanden», sagt Baudirektor Roger Nager.
  • Das Wasser der Reuss sei genau dort übergelaufen, wo es vorgesehen war.

Die anhaltenden und schweren Niederschläge lösten in der Nacht auf Samstag bei der Reuss Hochwasseralarm aus, «was umfangreiche und genau vordefinierte Massnahmen zur Folge hatte», teilte der Kanton Uri am Montag mit. Die Reuss führte am Wochenende so viel Wasser wie seit dem Hochwasser 1987 nicht mehr.

Keine grossen Schäden im Kanton Uri

Dennoch ist Uri glimpflich davongekommen. Denn: «Die nach dem Hochwasser 1987 und 2005 umgesetzten Hochwasserschutzmassnahmen haben den Härtestet erfolgreich bestanden», sagt Baudirektor Roger Nager. Alles hat wie geplant funktioniert. Das Wasser der Reuss sei genau dort übergelaufen, wo es vorgesehen war. Dadurch erfolgte der Abfluss kanalisiert und kontrolliert. Weder Personen noch Industrie- oder Wohngebiete kamen zu Schaden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Insgesamt standen rund 200 Personen im Einsatz. Nager: «Mein Dank geht an alle Einsatzkräfte, welche mitgearbeitet haben und uns erfolgreich vor Überschwemmungen wie wir sie letztmals 2005 erlebt hatten, schützen konnten.»

Am Samstag nach dem grossen Regen fanden in Uri Helikopterflüge statt, hiess es auf Anfrage.

Uri

Hochwasser soll via A2 in den Vierwaldstättersee abfliessen

Als Folge der letzten grossen Hochwasser 1977 (Seitenbäche Reuss), 1987 (Reuss) und 2005 (Schächen) hat der Kanton Uri für rund 200 Mio. Franken umfangreiche Hochwasserschutzprogramme umgesetzt. Eine der Massnahmen ist, dass die Reuss im Ernstfall über die Ufer treten kann und via Autobahn A2 in Richtung See abfliessen kann. Genau so, wie dies am Samstag der Fall gewesen sei.

Die Reuss ist an mehreren Stellen über das Ufer getreten. Es gelang jedoch, Schäden an Gebäuden weitgehend zu verhindern.

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