24.05.2019 10:06

Auszeichnung für Heldentat

So sehen echte Lebensretter aus

Zwei Polizisten retteten in Münsingen BE einer Frau das Leben. Dafür begaben sie sich in Lebensgefahr. Jetzt wurden die beiden ausgezeichnet.

von
miw
1 / 14
Thomas Gutmann (links) und Matthias Meier sind am Donnerstag von der Carnegie-Stiftung Schweiz ausgezeichnet worden. Dies, weil die zwei Berner Polizisten ihr Leben für das einer ihnen unbekannten Frau aufs Spiel setzten.

Thomas Gutmann (links) und Matthias Meier sind am Donnerstag von der Carnegie-Stiftung Schweiz ausgezeichnet worden. Dies, weil die zwei Berner Polizisten ihr Leben für das einer ihnen unbekannten Frau aufs Spiel setzten.

zvg Kapo Bern
Bei den beiden Polizisten aus dem Kanton Bern ging am 19. April des vergangenen Jahre ein Alarm ein; eine lebensmüde Frau am Bahnhof Münsingen BE brauche Hilfe. Kurz bevor die Frau vom Zug erfasst wurde, retten die beiden Polizisten die Frau vor dem herannahenden Güterzug.

Bei den beiden Polizisten aus dem Kanton Bern ging am 19. April des vergangenen Jahre ein Alarm ein; eine lebensmüde Frau am Bahnhof Münsingen BE brauche Hilfe. Kurz bevor die Frau vom Zug erfasst wurde, retten die beiden Polizisten die Frau vor dem herannahenden Güterzug.

zvg
17 andere Lebensretter wurden am Donnerstag in Bern ausgezeichnet. So etwa zwei Wanderer aus dem Kanton Zürich, die eine Frau aus den Giessbachfällen im Berner Oberland retteten. Eine 18-Jährige stürzte abseits des Wanderwegs zwei Meter tief in das kalte und strömende Wasser des Giessbachs. Zwei Wanderer bemerkten die in Not geratene Frau und eilten ihr sofort zu Hilfe. Zusammen mit der Mutter der Verunfallten knoten sie Hosen und Jacken zusammen und versuchten, das Opfer zu bergen. 20 Minuten dauerte es, bis die junge Frau gerettet werden konnte. «Hätten sie ihre Kräfte verlassen oder die beiden Retter sie nicht bergen können, wäre die junge Frau über den Wasserfall in die Tiefe gestürzt», schreibt die Stiftung zu den beiden Lebensretter.

17 andere Lebensretter wurden am Donnerstag in Bern ausgezeichnet. So etwa zwei Wanderer aus dem Kanton Zürich, die eine Frau aus den Giessbachfällen im Berner Oberland retteten. Eine 18-Jährige stürzte abseits des Wanderwegs zwei Meter tief in das kalte und strömende Wasser des Giessbachs. Zwei Wanderer bemerkten die in Not geratene Frau und eilten ihr sofort zu Hilfe. Zusammen mit der Mutter der Verunfallten knoten sie Hosen und Jacken zusammen und versuchten, das Opfer zu bergen. 20 Minuten dauerte es, bis die junge Frau gerettet werden konnte. «Hätten sie ihre Kräfte verlassen oder die beiden Retter sie nicht bergen können, wäre die junge Frau über den Wasserfall in die Tiefe gestürzt», schreibt die Stiftung zu den beiden Lebensretter.

Polizisten müssen oft ausrücken, wenn es unangenehm oder gefährlich wird. Das ist ihr Job. Dass die Beamten aber während der Arbeit ihr Leben riskieren, ist nicht alltäglich. Matthias Meier und Thomas Gutmann, zwei Berner Polizisten, die ihr Leben für das einer ihnen unbekannten Frau aufs Spiel setzten, sind am Donnerstag von der Carnegie-Stiftung Schweiz ausgezeichnet worden.

Doch was genau haben die Berner Helden gemacht? Bei den beiden Polizisten aus dem Kanton Bern ging am 19. April 2018 um 19.45 Uhr ein Alarm ein; eine lebensmüde Frau am Bahnhof Münsingen BE brauche Hilfe. Sofort eilten die beiden mit ihrem Streifenwagen zur örtlichen Bahnstation.

Mutiger Sprung aufs Gleis

Dort entdeckte die Polizeipatrouille die von der Notrufzentrale beschriebene Frau; mit dem Rücken zu den Männern gewandt entfernte sie sich auf den Gleisen. Jetzt galt es, keine Zeit zu verlieren, denn das grün aufleuchtende Signal zeigte bereits einen einfahrenden Zug an.

Nur noch 500 Meter war der Güterzug von der Frau entfernt, als die Retter bei ihr ankamen. Sie packten die Frau mit vereinten Kräften und stiessen sie zurück auf den Bahnsteig. Dann begaben auch sie sich in Sicherheit.

19 ausgezeichnete Lebensretter

Am Donnerstag durften die beiden Lebensretter für diesen mutigen Einsatz ein Ehrendiplom mitsamt Medaille der Stiftung in Empfang nehmen. Ausschlaggebend für diese Auszeichnung war dabei vor allem auch das Mass der Gefahr, in die sich die beiden für ihre Rettungsaktion begeben hatten.

Neben den beiden Bernern wurden noch 17 andere «Lebensretter mit ausgesprochen heldenmütigem Charakter» ausgezeichnet. Darunter etwa zwei mutige Studenten, die in Zürich einen Mann vor dem Ertrinken gerettet hatten. Oder ein Lenker, der einen 22-Jährigen im Hafnerbergtunnel bei Birmensdorf aus dem brennenden Auto gerettet hatte.

Fehler gefunden?Jetzt melden.