30.06.2018 12:53

Neue GeschäftskonzepteSo shoppen wir in Zukunft

Seit 2010 sind in der Schweiz rund 6000 Läden verschwunden, zugleich entwickeln sich andere Geschäftskonzepte. Auf die Konsumenten kommt viel Neues zu.

von
Dominic Benz
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Wie verändert sich der Detailhandel und was bedeutet das für den Konsumenten?

Wie verändert sich der Detailhandel und was bedeutet das für den Konsumenten?

Keystone/A4796/_silas Stein
Der Online-Handel verdrängt die Läden. Zwischen 2010 und 2017 sind laut Schätzung des Markforschungsinstituts Gfk rund 6000 Läden verschwunden.

Der Online-Handel verdrängt die Läden. Zwischen 2010 und 2017 sind laut Schätzung des Markforschungsinstituts Gfk rund 6000 Läden verschwunden.

Keystone/Gaetan Bally
Doch das ist erst der Anfang. Für die Konsumenten verändert sich das Einkaufen immer mehr. Das Marktforschungsinstitut GfK nennt 6 Aspekte.

Doch das ist erst der Anfang. Für die Konsumenten verändert sich das Einkaufen immer mehr. Das Marktforschungsinstitut GfK nennt 6 Aspekte.

Keystone/Gaetan Bally

Laut der Studie «Detailhandel Schweiz 2018» der Marktforscher GFK sind zwischen 2010 und 2017 geschätzte 6000 Verkaufsstellen verschwunden. Gleichzeitig ist in der Schweiz die Zahl der Online-Shops auf über 10'000 angestiegen.

Wie der Detailhandel der Zukunft aussehen wird und welche Veränderungen es für die Konsumenten gibt, sehen Sie in der Bildstrecke oben.

Der Schweizer Detailhandel befindet sich weiter im Umbruch. «Heute ist ein trauriger Tag», sagte Thomas Hochreutener am Dienstag an der 7. GFK-Handelstagung. Der Detailhandelsexperte vom Marktforschungsinstitut GFK verweist damit auf OVS. Die gescheiterte Modekette verschickte am gleichen Tag allen Mitarbeitern die Kündigung.

Post schliesst am meisten Filialen

Am meisten Filialen hat die Post geschlossen. Die Zahl ging um 35 Prozent zurück, gefolgt vom Non-Food-Fachhandel mit einem Minus von 28 Prozent. Im Bereich Medien und Bücher ging die Zahl der Filialen um 27 Prozent zurück, bei Mode und Schuhe um 12 Prozent. Andere Sektoren konnten hingegen ihre Filialnetze ausbauen, so etwa die Discounter, die um 31 Prozent zulegten. Die Zahl der Convenience- und Tankstellenshops nahm um 12 Prozent zu.

Unter dem Strich schrumpfte das Wachstum zwischen 2010 und 2017 pro Jahr im Schnitt um 0,7 Prozent. Allein im letzten Jahr sanken die Umsätze um 0,9 Prozent auf knapp über 90 Milliarden Franken. Obwohl erstmals der Food-Sektor mehr als das Non-Food-Geschäft litt, schwächelte erneut die Modebranche. Sie dürfte im letzten Jahr rund 300 Millionen Franken weniger umgesetzt haben. Grund waren vor allem Rabattschlachten und der Einkaufstourismus.

Fragile Entwicklung

Ein Lichtblick bieten hingegen die ersten Monate des laufenden Jahres. Bis Ende Mai stiegen die Umsätze des Schweizer Detailhandels gemäss GFK-Markt-Monitor um 0,7 Prozent. Dennoch werde sich der Verdrängungskampf auch in diesem Jahr fortsetzen. Sprich: die Abwanderung ins Internet. Der Online-Handel wächst rasant und gehörte auch im letzten Jahr zu den Gewinnern. In der Schweiz legte er um rund 9 Prozent auf ein Volumen von knapp 9 Milliarden Franken zu. Im gesamten hiesigen Detailhandel macht das einen Anteil von rund 8 Prozent aus.

Aber auch das Online-Shopping über ausländische Domains boomt: Betrugen die Umsätze 2016 noch 1,3 Milliarden Franken, sind sie im letzten Jahr auf 1,6 Milliarden Franken gestiegen.

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