Aktualisiert 18.04.2019 16:15

Busunglück in MadeiraSo sicher sind Reisebusse in den Ferien

Bei einem Busunglück auf Madeira sind am Mittwoch 29 Menschen ums Leben gekommen. War der Bus unsicher – und worauf muss ich als Reisender achten?

von
maz
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Laut Johannes Hübner, dem Sicherheitsbeauftragten des Internationalen Bustouristikverbandes (RDA), entsprechen Reisebusse in Portugal den EU-Standards.

Laut Johannes Hübner, dem Sicherheitsbeauftragten des Internationalen Bustouristikverbandes (RDA), entsprechen Reisebusse in Portugal den EU-Standards.

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Der verunfallte Bus war ein fünf Jahre alter Irizar-Reisebus mit neuester Sicherheitstechnik.

Der verunfallte Bus war ein fünf Jahre alter Irizar-Reisebus mit neuester Sicherheitstechnik.

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Die Fahrer müssen nach EU-Standard alle fünf Jahre ihren Führerschein erneuern. Eine Gesundheitsuntersuchung gehört auch dazu. Die Lenk- und Ruhezeiten entsprechen ebenfalls den EU-Normen.

Die Fahrer müssen nach EU-Standard alle fünf Jahre ihren Führerschein erneuern. Eine Gesundheitsuntersuchung gehört auch dazu. Die Lenk- und Ruhezeiten entsprechen ebenfalls den EU-Normen.

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Ein Reisecar stürzte am Mittwoch auf der portugiesischen Insel Madeira eine Böschung hinunter und prallte auf ein Haus. 29 Menschen verloren dabei ihr Leben. Wie konnte es zu diesem schrecklichen Unfall kommen? Entsprach der Reisecar den Sicherheitsstandards – und wie kann ich als Tourist im Ausland erkennen, ob mein Reisecar sicher ist? Johannes Hübner, Sicherheitsbeauftragter des Internationalen Bustouristikverbandes (RDA), äussert sich zum Unglück.

Herr Hübner, laut einem Experten der «Welt» sollen die Verhältnisse in Portugal prekär sein: Busse würden nicht gewartet und es fehle an finanziellen Mitteln.

Diese Erkenntnisse haben wir nicht – im Gegenteil: Gerade auf Madeira und in anderen Tourismusdestinationen gibt es wegen der steigenden Qualitätsnachfrage der Kreuzfahrt-Reedereien überwiegend hochmoderne Reisebusse nach aktuellen europäischen Sicherheitsstandards.

Wie sieht es mit «südländischen» Reisebussen aus? Sind diese sicher oder weniger sicher als deutsche oder schweizer Reisebusse?

Reisebusse in südlichen Ländern Europas sind nach unseren Erfahrungen nicht weniger sicher als Schweizer oder deutsche Reisebusse.

Wie sieht es mit dem Unfallbus aus? Wurde dieser ordnungsgemäss gewartet?

Der verunfallte Bus war ein fünf Jahre alter Irizar-Reisebus mit neuester Sicherheitstechnik.

Die Hauptuntersuchungs-Intervalle (HU) sind gleich wie überall: jährliche Hauptuntersuchung und halbjährliche Zwischenuntersuchung. Jeder Reisebus wird im Sechs-Monats-Zyklus überprüft.

Nachzuweisen sind diese mit den HU-Aufklebern am Heck.

Werden die Fahrer auch geprüft?

Die Fahrer müssen nach EU-Standard alle fünf Jahre ihren Führerschein erneuern. Eine Gesundheitsuntersuchung gehört auch dazu. Die Lenk- und Ruhezeiten entsprechen ebenfalls den EU-Normen.

Auf was müssen Reisende achten, wenn sie in den Ferien in einen Bus steigen?

Man sollte auf einen guten, sauberen Zustand achten und darauf, dass der Bus keine Risse in Frontscheibe oder Fenstern hat. Wichtig sind zudem intakte Spiegel, ein gutes Reifenprofil und die beiden Prüfplaketten am Heck, die mit Jahreszahl und Monatssegment leicht erkennbar sind. In Frankreich, Spanien und Italien ist in der Frontscheibe auch noch der Versicherungsnachweis eingeklebt.

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