Aktualisiert 13.06.2017 11:51

Wo einst Hitler behandelt wurdeSo sieht das verstörende Spa in Wirklichkeit aus

In «A Cure for Wellness» werden gestresste Manager in ein Spa in den Bergen geschickt. Das Gebäude ist in Wirklichkeit genauso schräg wie im Film.

von
Meret Steiger
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In «A Cure or Wellness» muss Mitarbeiter Lockhart seinen Chef in einem abgelegenen Resort in den Schweizer Alpen suchen. Der CEO war von einem zweiwöchigen Wellnessaufenthalt nicht zurückgekehrt.

In «A Cure or Wellness» muss Mitarbeiter Lockhart seinen Chef in einem abgelegenen Resort in den Schweizer Alpen suchen. Der CEO war von einem zweiwöchigen Wellnessaufenthalt nicht zurückgekehrt.

Screenshot Youtube
Vor Ort merkt der junge Mann, dass in diesem Spa nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Einen entscheidenden Einfluss auf die unheimliche Stimmung hat dabei das Gebäude, in dem sich das Spa befindet.

Vor Ort merkt der junge Mann, dass in diesem Spa nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Einen entscheidenden Einfluss auf die unheimliche Stimmung hat dabei das Gebäude, in dem sich das Spa befindet.

Screenshot Youtube
Es handelt sich dabei um die Beelitz-Heilstätten in Brandenburg, die schon seit 2001 verlassen sind.

Es handelt sich dabei um die Beelitz-Heilstätten in Brandenburg, die schon seit 2001 verlassen sind.

Doris Antony / Wikipedia

Im amerikanisch-deutschen Psycho-Thriller «A Cure for Wellness» spielt ein ominöses Spa in den Schweizer Alpen eine grosse Rolle. Das Gebäude steht allerdings nicht in der Schweiz, sondern im deutschen Brandenburg. Es war vor dem Dreh völlig heruntergekommen.

Für die Dreharbeiten renoviert

Die Beelitz-Heilstätten in Brandenburg gibt es schon seit 1898. Ursprünglich war es eine Lungenheilstätte und ein Sanatorium zur Behandlung von nicht ansteckenden Krankheiten. Später diente es im Ersten und Zweiten Weltkrieg als Lazarett für verwundete Soldaten. Vom 9. Oktober bis zum 4. Dezember 1916 wurde der Gefreite Adolf Hitler hier behandelt.

Hier sehen Sie den Trailer zu «A Cure for Wellness»

A cure for Wellness - Trailer

Bis 1994 war die Heilstätte das grösste Militärspital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland. 2001 musste die Besitzerschaft Insolvenz anmelden, seit damals verfallen die Gebäude immer mehr und wurden Ziel von Vandalismus. Dann kam «A Cure for Wellness»: Für den Psychothriller wurden grosse Teile des Haupthauses renoviert.

Vom Horrorfilm-Setting zum Psycho-Setting

Die alten Bilder aus den Beelitz-Heilstätten sehen aus, als würden sie aus einem apokalyptischen Horrorfilm stammen: Kaputte Plättli, leere Bettgestelle mitten in dunklen Räumen, zerbrochene Fenster und unheimliche Graffiti. Wer «A Cure for Wellness » gesehen hat, der wundert sich vielleicht, warum überhaupt renoviert wurde: Wäre dieser Horrorfilm-Look nicht genau das Richtige für einen Film dieser Art gewesen?

Nein. Gegenüber Medien sagt Regisseur Gore Verbinski: «Wir wollten ein möglichst sauberes, aufgeräumtes, ja vertrauenswürdiges Umfeld für unsere Geschichte schaffen. Der Zuschauer soll sich nicht wegen der heruntergekommenen Umgebung unwohl fühlen, sondern wegen der Stimmung, die dort herrscht.»

Die Suche nach Heilung

Im Film geht es um Lockhart, einen ehrgeizigen Mitarbeiter in einem grösseren Finanzunternehmen. Er soll für seine Firma den CEO, Roland Pembroke, aus einem mysteriösen Wellness-Center in den Schweizer Alpen zurückholen – einerseits, weil er für einen abzuschliessenden Deal gebraucht wird, andererseits, weil ihm einige kriminelle Geschäftstätigkeiten angehängt werden sollen.

Vor Ort angekommen, merkt Lockhart schnell, dass in diesem Wellness-Center einiges nicht stimmt. Nachdem er erfolglos abzureisen versucht hat, macht er sich gemeinsam mit der Langzeitpatientin Hannah auf die Suche nach der Wahrheit.

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