Aktualisiert 20.05.2019 10:16

Grosses Bauprojekt

So sieht die neue Brücke über die Limmat aus

Die Gemüsebrücke beim Zürcher Rathaus soll abgerissen und ersetzt werden. Die Stadt hat das Siegerprojekt präsentiert. Das Projekt kostet 32 Millionen Franken.

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Die bestehende Rathausbrücke soll ab 2023 abgerissen und ersetzt werden.

Die bestehende Rathausbrücke soll ab 2023 abgerissen und ersetzt werden.

Keystone/Walter Bieri
Das Siegerprojekt hat die Stadt am Montag präsentiert.

Das Siegerprojekt hat die Stadt am Montag präsentiert.

Stadt Zürich
Die Brücke wird kleinflächiger, schlanker und filigraner, wie es in einer Mitteilung heisst. Durch eine Veränderung der Pfeiler und eine Absenkung der Sohle wird auch der Abfluss aus dem Zürichsee verbessert.

Die Brücke wird kleinflächiger, schlanker und filigraner, wie es in einer Mitteilung heisst. Durch eine Veränderung der Pfeiler und eine Absenkung der Sohle wird auch der Abfluss aus dem Zürichsee verbessert.

Stadt Zürich

Die neue Rathausbrücke wird kleinflächiger, schlanker und filigraner. Das Tiefbauamt der Stadt Zürich hat am Montag die Pläne für den Neubau der Gemüsebrücke präsentiert, wie das Bauwerk im Volksmund auch genannt wird. Die jetzige Brücke wurde 1973 errichtet und bedarf einer Sanierung. Sie genügt auch den Anforderungen an den Hochwasserschutz nicht mehr: Es ist dort zu eng für den Abfluss von Hochwasser aus dem Zürichsee.

Deshalb ist geplant, die bestehende Brücke ab 2023 abzubrechen und durch eine neue Brücke zu ersetzen. Das kostet voraussichtlich rund 32 Millionen Franken und dauert bis 2026. Das Siegerprojekt stammt von einem Planer-Team um Bänziger Partner AG, 10:8 Architekten und F. Preisig AG. Das Projekt überzeuge durch eine gelungene Interpretation der Brücke als klar strukturierte Ebene über der Limmat und ausgewogenen Aufenthaltszonen mit langen Sitzbänken, heisst es in der Mitteilung der Stadt.

Andere Pfeiler wegen Hochwasser

Zudem weise die neue Brücke eine hohe Flexibilität für unterschiedlichste Nutzungen auf. Die freie Platzmitte kann etwa für die Stände des Wochenmarkts oder für das Karussell «Rösslirytschuel» genutzt werden. Die heutigen Kioskaufbauten werden abgerissen. Um die Abflusskapazität zu erhöhen, werden die Konstruktion der Pfeiler geändert und die Sohle der Limmat abgesenkt.

Eine flächenartige Trapezform wird sich um das «Haus zum Schwert» spannen, ausgehend von Schipfe und Weinplatz hinüber zu den im Wasser stehenden Gebäude der Polizeiwache und des Rathauses. «Die Seilleuchten passen zur freien Fläche und lassen eine ausgewogene Ausleuchtung in allen Nutzungszuständen zu.» Die Brückenoberfläche wird aus Gussasphalt bestehen, einem Gemisch aus feinen und groben Gesteinskörnungen.

Die Rathausbrücke verbindet schon seit dem frühen Mittelalter die beiden durch die Limmat getrennten Altstadtteile und ist bis heute ein zentraler Begegnungs- und Versammlungsort. Ab dem 14. Jahrhundert diente die Brücke auch als Marktplatz, was ihr die im Volksmund geläufige Bezeichnung «Gemüsebrücke» gab.

(20 Minuten/sda)

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