Erste Roboterbilder : So siehts im kaputten Fukushima-Reaktor aus
Aktualisiert

Erste Roboterbilder So siehts im kaputten Fukushima-Reaktor aus

Spektakuläre Bilder aus dem Inneren des Atomkraftwerks von Fukushima: Ein Roboter sammelt Daten aus dem havarierten Reaktor – und hält der hohen Strahlenbelastung nicht stand.

von
bee

Spektakuläre Bilder aus dem Inneren des havarierten Reaktors in Fukushima. (Video: Reuters)

Zum ersten Mal gibt es Aufnahmen aus dem havarierten Atomreaktor im japanischen Fukushima. Sie stammen von einem Roboter, der am Freitag den Unglücksort erkundete. Tepco zufolge sammelte das High-Tech-Gerät ausreichend Daten über Temperatur und Strahlung sowie Bilder von Teilen der Plattform direkt unter dem Boden des Reaktorkerns.

Dabei mass der Roboter eine Strahlung von 10 Sievert pro Stunde. Das ist das 500-fache der Strahlung, der ein Mensch im Jahr ausgesetzt sein darf. Doch selbst für den Roboter war die Bestrahlung zu hoch. Kurz vor dem Abschluss seiner Mission fiel er aus.

Einsatz von zweitem Roboter verschoben

Wie der japanische Atomkraftwerksbetreiber Tepco am Montag mitteilte, fiel das Gerät aus, nachdem es zwei Drittel seiner Aufträge erledigt hatte. Die dabei am Freitag gewonnenen Daten gäben Aufschluss über einen Weg, über den weitere Roboter im Inneren des Reaktors manövriert werden könnten.

Ein zweiter, für Montag geplanter Robotereinsatz wurde allerdings verschoben, um den Technikern Zeit für die Ursachenforschung zum Ausfall des ersten Roboters zu geben. Die Daten verbesserten die Basis für künftige Schadensschätzungen, die für den Abbau des bei dem Erdbeben und Tsunami von 2011 beschädigten Atomkraftwerks wichtig sind. Vor vier Jahren havarierte das Kraftwerk nach einem Erdbeben und einem Tsunami. Grosse Gebiete wurden verstrahlt. Mehr als 100'000 Menschen mussten die Gegend verlassen

(bee/sda)

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In einer einstweiligen Verfügung entschied das Bezirksgericht der Provinz Fukui, dass der Atombetreiber Kansai Electric Power zwei zu Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltete Reaktoren im Atomkraftwerk Takahama vorerst nicht hochfahren darf.

In Folge der Atomkatastrophe in Fukushima vor vier Jahren sind derzeit weiterhin alle 48 Reaktoren in Japan abgeschaltet. Die beiden Reaktoren in Takahama hatten erst im Februar die neuen, verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt.

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