So soll Zürichs Tramnetz aussehen
Aktualisiert

So soll Zürichs Tramnetz aussehen

Das Liniennetz der Stadtzürcher Trams wird in den nächsten 20 Jahren in vier Etappen ausgebaut. Jedes Quartier soll direkt ans Stadtzentrum angeschlossen sein. Die neuen Entwicklungsgebiete werden direkt miteinander verbunden.

Das Netz der Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) soll auch besser auf die Zürcher S-Bahn abgestimmt und mit der Agglomeration verknüpft werden. Mehrere neue Gleisstrecken sind nötig.

Mit dem Konzept sei «ein Grundstein für die politische Diskussion zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Zürich gelegt», sagte Stadtrat Andres Türler. Über die Kosten aller Ausbauschritte könne er noch keine Angaben machen.

Ab 2015 Tram über Hardbrücke

Den Anfang macht das «Tram Zürich-West», das bis 2010 auf einer drei Kilometer langen Neubaustrecke vom Escher-Wyss-Platz via geplantem Fussballstadion auf dem Hardturm zum Bahnhof Altstetten realisiert wird. Die Kosten betragen rund 150 Millionen Franken. Das Volk wird voraussichtlich nächstes Jahr darüber entscheiden.

Als zweite Etappe bis 2015 soll die Verlängerung der Linie 8 über die Hardbrücke bis zum Werdhölzli folgen. Zwischen den Wachstumsgebieten Zürich-West und Zürich-Nord ist dann bis 2020 eine Tramtangente - ohne Umweg über das Stadtzentrum - geplant.

Der Zeitplan sieht schliesslich bis 2025 die Realisierung einer Verbindung nach Zürich-Süd ins Entwicklungsgebiet Sihl-City vor. Und für die Verlängerung der Forchbahn über das Limmatquai zum Hauptbahnhof ist ein Ausbau der Bahnhofbrücke nötig.

Tramlinie 1 nicht wiederbeleben

Die bisherigen Ausbauprojekte der VBZ sind gemäss Türler «kritisch und ohne Tabus» überprüft und hinterfragt worden. So hätten beispielsweise die vorher ober auf der Prioritätenliste stehende Wiederbelebung der Tramlinie 1 und das Tram nach Zürich-Affoltern an Bedeutung verloren.

Klar bestätigt worden ist laut Türler dagegen die Dringlichkeit des Trams nach Zürich-West. Von Bedeutung sei weiter die Verbindung zwischen Hardplatz und Schiffbau und somit die optimale Anbindung des S-Bahnhofs Hardbrücke ans Tramnetz.

Grundlage für das VBZ-Linienkonzept 2025 ist eine vom Ingenieurbüro Infras erstellte Netzentwicklungsstudie. Diese wiederum basiert auf einer Marktanayse, die zeigt, wie sich die Siedlungsstrukturen und die Verkehrsbedürfnisse in den nächsten 20 Jahren verändern.

Bis 2025 wird die Zürcher Bevölkerung gemäss Prognosen um 3 Prozent wachsen, die Zahl der Arbeitsplätze in der Stadt nimmt um 11 Prozent zu. Die wichtigsten Wohn-Entwicklungsgebiete sind die Quartiere Affoltern und Zürich-West. Grosses Entwicklungspotenzial für Arbeitsplätze birgt die Umnutzung alter Industrieareale im Norden, Westen und Süden der Stadt. (sda)

Deine Meinung