Machen Sie den Test: So sprechen Sie politisch korrekt über Behinderung
Aktualisiert

Machen Sie den TestSo sprechen Sie politisch korrekt über Behinderung

Invalider, Taubstummer, Spastiker – diese Wörter sind laut den Organisationen von Menschen mit Behinderungen ein No-go.

von
dp
1 / 5
Das Wort «Invalide» sollte aus der Alltagssprache verschwinden, findet die Organisation von Menschen mit Behinderungen Agile. Denn invalid bedeute «wertlos» oder «schwach».

Das Wort «Invalide» sollte aus der Alltagssprache verschwinden, findet die Organisation von Menschen mit Behinderungen Agile. Denn invalid bedeute «wertlos» oder «schwach».

Keystone/Alexandra wey
Stattdessen solle man von «Menschen mit Behinderungen» sprechen. Im Umgang mit Behinderten solle man sich immer fragen, wie man selber gerne angesprochen würde, wenn man eine Behinderung hätte.

Stattdessen solle man von «Menschen mit Behinderungen» sprechen. Im Umgang mit Behinderten solle man sich immer fragen, wie man selber gerne angesprochen würde, wenn man eine Behinderung hätte.

Phil Hubbe
«Menschen mit Behinderungen sind weder hilfsbedürfting noch hilflos, sondern haben dieselbe Menschenwürde wie Menschen ohne Behinderungen», schreibt die Organisation Agile in ihrer Broschüre.

«Menschen mit Behinderungen sind weder hilfsbedürfting noch hilflos, sondern haben dieselbe Menschenwürde wie Menschen ohne Behinderungen», schreibt die Organisation Agile in ihrer Broschüre.

Wie redet oder schreibt man, ohne Menschen mit Behinderungen vor den Kopf zu stossen? Diese Frage beantwortet Agile.ch, der Dachverband der Organisationen von Menschen mit Behinderungen, mittels eines Wörterbuchs in einer neuen Broschüre (Scrollen Sie runter und machen Sie den Test).

«Wir stellen immer wieder fest, dass Begriffe benutzt werden, die für Betroffene beleidigend und kränkend sind», sagt Zentralsekretärin Suzanne Auer. Dazu gehörten Wörter wie «Möngi», «Spasti» oder «Invalider». Stattdessen solle man «Mensch mit Downsyndrom», «Mensch mit sensomotorischen Störungen» und «Mensch mit Behinderungen» sagen.

Handlungsbedarf bestehe nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch bei offiziellen Stellen wie beim Bund, den Kantonen und Gemeinden. «Wir haben unser Anliegen auch beim Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen deponiert, wagen aber nicht, auf eine rasche Umsetzung zu hoffen», sagt Auer.

Die Broschüre kann über info@agile.ch bestellt werden.

Deine Meinung