Aktualisiert 03.02.2012 18:43

Infografik

So stark stiegen die ÖV-Preise seit 2002

Bei der jüngsten Preiserhöhung schlagen insbesondere die Abonnemente auf. Dieser Trend zeigt sich auch im Vergleich zu den Billettpreise von vor zehn Jahren.

von
mdr

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Verband des öffentlichen Verkehrs und vor allem dessen Mitglied SBB wollen vor allem die Besitzer eines Generalabonnements (GA) stärker zur Kasse bitten. Ein Vergleich mit den GA-Preisen von Ende 2002 zeigt einen speziell hohen Anstieg (siehe Grafik). Mit der jüngsten Preiserhöhung, die auf Ende 2012 angekündigt ist, hat sich das 2.-Klasse-GA seit 2002 um beinahe einen Viertel verteuert (22,8 Prozent). Noch deutlicher ist der Preisanstieg beim Generalabo 1. Klasse mit 26,1 Prozent.

Einen höheren Aufschlag müssen einzig Langzeitkunden hinnehmen. Das Halbtax-Abonnement für zwei sowie für drei Jahre stieg gar um rund einen Drittel (34 bzw. 31,4 Prozent). Diese markante Erhöhung findet erst seit Dezember 2010 statt. Bis dahin lagen die Preise unverändert bei 250 beziehungsweise 350 Franken. Ebenfalls lange nicht verteuert haben die ÖV-Betreiber das normale, einjährige Halbtax-Abo. Es kostet ab Dezember 16,7 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Bern-Zürich moderat teurer

Sehr unterschiedlich fällt der Preisanstieg bei Einzelstrecken aus. Auf den Strecken Zürich-Luzern sowie Olten-Neuenburg beispielsweise kostet ein 2.-Klasse-Ticket über 20 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Verhältnismässig gering stieg der Ticketpreis auf der Paradestrecke Bern-Zürich in dieser Zeit an: um 8,9 Prozent auf 49 Franken - trotz Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Olten und Bern.

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