Aktualisiert 05.06.2020 12:33

Umfrage-Resultate

So stehen Schweizer zum Klimawandel

Die Schweiz ist stark betroffen vom weltweiten Temperaturanstieg. Welche Emotionen verbinden Schweizer mit dem Klimawandel?

von
Stephanie Sigrist
Im gesamten Alpenraum wird seit den 1980er-Jahren ein starker Gletscherschwund beobachtet. Dieser steht in direktem Zusammenhang mit den erhöhten Treibhausgasemissionen und dem dadurch verursachten globalen Temperaturanstieg. Im Bild sind die Überreste des Pizolgletschers zu sehen.

Im gesamten Alpenraum wird seit den 1980er-Jahren ein starker Gletscherschwund beobachtet. Dieser steht in direktem Zusammenhang mit den erhöhten Treibhausgasemissionen und dem dadurch verursachten globalen Temperaturanstieg. Im Bild sind die Überreste des Pizolgletschers zu sehen.

KEYSTONE / Gian Ehrenzeller

Der Klimawandel löst laut dem Kundenbarometer erneuerbare Energien 2020 schweizweit starke Gefühle aus. Das Kundenbarometer hat sich seit 2011 unter der wissenschaftlichen Leitung des Lehrstuhls für Management erneuerbarer Energien der Universität St. Gallen (HSG) als eine der umfassendsten Untersuchungen der Einstellung der Schweizer Bevölkerung in Energiefragen etabliert. Die von Raiffeisen und Energie Schweiz unterstützte Befragung ist bevölkerungsrepräsentativ im Hinblick auf Geschlecht, Region, Bildungsstand und Parteipräferenzen.

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53 Prozent der Befragten sind traurig, wenn sie an den Klimawandel denken, und 37 Prozent haben Angst. Diese Emotionen können damit zusammenhängen, dass es für mehr als zwei Drittel der befragten Personen (69 Prozent) sehr wahrscheinlich erscheint, dass ihre Region vom Klimawandel betroffen sein wird. Über die Hälfte (51 Prozent) gibt an, dass dies heute schon der Fall sei. Die Schweiz ist tatsächlich stark vom Klimawandel betroffen. Die Erwärmung seit Messbeginn 1864 beträgt hierzulande knapp 2 Grad Celsius und ist damit doppelt so hoch wie im weltweiten Mittel (0,9 Grad Celsius). Eine Folge des Klimawandels in der Schweiz ist die Gletscherschmelze. Seit Mitte der 80er-Jahre wird im gesamten Alpenraum ein starker Gletscherschwund beobachtet. Der 23 Kilometer lange Aletschgletscher beispielsweise ist ein bekanntes Schweizer Wahrzeichen, doch seine Grösse schwindet: Seit 1870 ist der flächenmässig grösste und breiteste Gletscher der Alpen bereits um drei Kilometer zurückgegangen. Wegen der Gletscherschmelze werden Hänge instabil.

Für Wissenschaftler ist die Hauptursache klar

In Bezug auf die Gründe für den Klimawandel bestehen laut Rolf Wüstenhagen vom Lehrstuhl für Management erneuerbarer Energien der Universität St. Gallen weiterhin Wissenslücken: «Während 97 Prozent der Klimaforscher überzeugt sind, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel stattfindet, unterschätzen die Befragten diesen breiten Konsens und denken, dass sich nur 69 Prozent der Wissenschaftler einig sind.»

Beim Klimaschutz setzen die Befragten grosse Hoffnungen in neue Technologien. 78 Prozent gaben an, dass technologische Innovationen im Klimaschutz die Hauptrolle spielen werden. 67 Prozent der befragten Schweizer sehen in einem veränderten Konsumverhalten die zweitwichtigste Stellschraube für eine Lösung des Klimaproblems. Gemischte Gefühle herrschen in Bezug auf Verhaltensänderungen. Nur 20 Prozent halten es für sehr oder eher wahrscheinlich, dass viele Menschen ihren Energieverbrauch freiwillig reduzieren werden, um das Klima zu schützen. Seit eineinhalb Jahren hat die Bewegung Fridays for Future einen hohen Stellenwert in der Klimadebatte. Die Ergebnisse des Kundenbarometers zeigen, dass 80 Prozent der Schweizer es begrüssen, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene für Umweltfragen und Klimaschutz interessieren. Auf der anderen Seite gibt es auch eine gewisse Skepsis bezüglich der Wirksamkeit der Streiks: 62 Prozent der Befragten glauben, dass durch die Demonstrationen der Umwelt nicht viel geholfen ist.

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19 Kommentare
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Tja

12.06.2020, 20:15

Wir sind auch voll die Klimawandelfans oder so. Ob's sowas gibt, wissen wir allerdings nicht, denn die zugelassenen Studien sind gefiltert und negativ beschönigt. Ein bisschen so, wie beim aktuellen Thema bei der WHO. Darüber steht übrigens die gleiche Dachorganisation.

Rolf

12.06.2020, 07:09

Ja wir müssen wir etwas mehr für die Umwelt tun. Aber mit Gebühren wird die Umwelt nicht verbessert. Was soll zum Beispiel die neue Abgabe bei den Flügen? Diese sollen ja an solche die nicht fliegen verteilt werden. Also Umverteilung des Geldes auf solche die nicht genügend zum Fliegen haben. Vielleicht können sie dann endlich fliegen.

Optimist

04.06.2020, 19:38

Wäre das menschliche Gedächtnis länger, wären die emotionen nur positiv. Vor der kleinen Eiszeit (beginn um 1300) War das Klima wie jetzt. Damals wurden noch Karren gezogen, keine Autos gefahren.